Hechingen Enttäuscht verlassen die Fans den Platz

Hechingen / Matthias Badura 28.06.2018
Rund 400 Zuschauer erlebten das Debakel der deutschen Nationalmannschaft im „Quartier Neustraße“.

Mehrere Hundert Besucher erlebten beim Public Viewing im „Quartier Neustraße“ – vormals „City Park“ – am Mittwoch einen historischen Fußballtag. Experten und Fans werden noch in Jahrzehnten von ihm reden. Aber die, die ihn hier in Hechingen und auch andernorts live mitverfolgt haben, wünschen wohl, sie hätten ihn nie gesehen. Die deutsche Nationalelf ist in der Vorrunde ausgeschieden. Undenkbar. Nicht möglich. Einfach nicht zu fassen.

Die Atmosphäre in der Hechinger Arena war gut, die Sonne lachte, die Stühle vor der Großleinwand waren annähernd voll besetzt, die Getränke herrlich kalt und sie wurden prompt serviert, dazu waberte zart der Duft von Roten und Pommes über dem Platz. Alles wie gemacht für einen schönen Fußballtag.

Zugleich spürte man die Anspannung, die von Beginn des Spiels an auf den Fans lag. Von Ausgelassenheit keine Spur. Eher hohe Konzentration. Wann würde das eine, dringend notwendige Tor fallen, das Deutschland den Weg in die nächste Runde eröffnet? In der zweiten Halbzeit wechselte sich Nervosität mit Verzweiflung ab.  Und je knapper die Zeit wurde, desto mehr wuchs die Hoffnung der Zuschauer, das „Wunder von Sotschi“ könnte sich für den noch amtierenden Weltmeister wiederholen. Es fielen dann ja auch tatsächlich kurzfristig gleich zwei Tore – halt für den Gegner.

Schon beim ersten Treffer der Südkoreaner verließen etliche Gäste den Platz, nach dem Abpfiff des ewig langen Nachspiels leerten sich die Stühle dann jedoch schlagartig. Stumm strömte das Publikum nach draußen. Aus der Traum.

Verdienter Sieg? Die Ehre der Südkoreaner

Schockzustand Niemand von den befragten Zuschauern wollte beim Verlassen des „Quartiers Neustraße“ das Ausscheiden der deutschen Nationalelf aus der Fußball-WM kommentieren. Hängende Köpfe, enttäuschte Mienen wohin man sah. Ein paar Gäste meinten allerdings im Vorbeigehen, Jogis Elf habe ein Weiterkommen ja auch gar nicht verdient gehabt. Dagegen hätten die bereits ausgeschiedenen Südkoreaner um ihre Ehre gespielt – und zu Recht gewonnen.

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