Keine freien Intensivbetten mehr: Das meldete die Klinik bereits am Mittwoch dem DIVI-Intensivregister, ein einziges freies Bett war es am Donnerstag. Stand heute sind 13, und damit die Hälfte aller Intensivpatienten in der Klinik, Covid-19-Patienten. Von ihnen mussten heute 8 invasiv beatmet werden. Insgesamt werden mehr als 55 Covid-19-Patienten im Zollernalb-Klinikum behandelt, bei weiterhin steigender Tendenz. „So wie wir es ja angesichts der hohen Inzidenz im Zollernalbkreis befürchtet haben“, sagte PD Dr. Dr. Erwin Biecker, Chef der „Inneren“, am Donnerstag unserer Zeitung.

Ein dringender Appell an die Bevölkerung im Zollernalbkreis

Der Mediziner warnt deshalb: „Die Behandlung schwer betroffener Patienten, insbesondere von Patienten, die eine ECMO benötigen, kann schwierig bis unmöglich werden.“ Biecker ruft die Bevölkerung im Zollernalbkreis dazu auf, „SARS-CoV-2 wirklich ernstzunehmen, jeden unnötigen Kontakt zu vermeiden, FFP2-Maske zu tragen und sich impfen zu lassen“. Schließlich habe der Kreis eine der höchsten Inzidenzen Deutschlands. Häufig seien mehrere Familienmitglieder von schweren Verläufen betroffen. Denn: „Die praktisch ausschließlich vorkommende britische Mutation ist ansteckender.“

An eine Lockerung der Besucherregelungen ist nicht zu denken

Man könne seitens der Klinik nur immer wieder betonen, dass SARS-CoV-2 für alle ernstzunehmen ist, sagte heute auch Geschäftsführer Dr. Gerhard Hinger. „Das gilt für jedes Lebensalter.“ Angesichts der hohen Patientenzahlen halte man dann auch eine Lockerung der Besucherregelungen derzeit für nicht vertretbar, sagt Hinger.
Das Landratsamt meldete am Mittwoch 117 weitere Corona-Infektionen im Zollernalbkreis, am Donnerstag 83. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 247,7. Eine ausführliche Aufschlüsselung der Zahlen und die Entwicklung der Inzidenz auf: Coronazahlen Zollernalbkreis