Hechingen Elf wollen Beigeordneter werden

Hechingen / Ernst Klett 10.07.2018
Das ist rekordverdächtig: Elf Bewerber stehen Schlange für den Posten des Ersten Beigeordneten der Stadt Hechingen.

Am Freitag ist die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von Philipp Hahn als Stellvertreter von Philipp Hahn abgelaufen. Kompliziert? Nicht doch. Der neue Hechinger Bürgermeister war bekanntlich zuvor Erster Beigeordneter, und diese Stelle wird nun neu besetzt. Es ist das übliche Procedere: Ausschreibung in den lokalen Blättern und im Staatsanzeiger Baden-Württemberg. Aber irgendwie ist es zumindest im Falle Hechingen doch mal wieder anders: Öffentlich bekannt sind bislang nur zwei Kandidaten: Dorothee Müllges, die Sozial- und Rechtsdezernentin im Landratsamt Zollernalb, und Michael Dehner, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste der Stadt Hechingen. Beide haben sich auf Anfrage bei der HZ als Kandidaten offenbart. Andere wollen sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.  Erst gar nicht kandidiert hat der Hechinger Bunte-Liste-Stadtrat Dr. Dirk Steinfort. Der hatte zwar starkes Interesse, dann aber verzichtet: Er und Philipp Hahn hätten allem Anschein nach kein Traumpaar abgegeben.

Fest steht, dass die Zahl elf auf den guten Ruf Hechingens als Stadt mit Entwicklungspotenzial und viel Gewerbesteuer schließen lässt. Man erinnere sich: Bei der Wahl Philipp Hahns vor fünf Jahren war der heutige Bürgermeister Solist. Die damalige Bürgermeisterin Dorothea Bachmann hatte, so wurde zumindest hartnäckig behauptet, weiteren Interessenten klargemacht, wer ihr Kronprinz werden soll. Zumindest ein Hechinger Stadtrat war daraufhin nicht mehr gut zu sprechen auf die inzwischen pensionierte Verwaltungschefin.

Die Würfel fallen am Mittwoch, 25. Juli, in einer Sondersitzung des Gemeinderates. Denn der Beigeordnete wird nicht vom Volk, sondern von dessen Vertretern gewählt. Die Personalkommission der Stadt wird dem Gremium einen oder mehrere Kandidaten nennen, die sich den Stadträten vorstellen.

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