Bechtoldsweiler Ein Urgestein auf Pilgerschaft

Gerhard Kostanzer erzählte bei der Bechtoldsweiler Neujahrssitzung vom Pilgerleben. Foto: Horst Bendix
Gerhard Kostanzer erzählte bei der Bechtoldsweiler Neujahrssitzung vom Pilgerleben. Foto: Horst Bendix
Bechtoldsweiler / HORST BENDIX 26.01.2012
In Bechtoldsweiler werden spezielle Hobbys gepflegt - und in der Neujahrssitzung des Ortschaftsrats vorgestellt. Diesmal war Gerhard Kostanzer dran.

Rückblick (die HZ berichtete) und Ausblick (die HZ wird noch berichten) stehen auch in Bechtoldsweiler im Mittelpunkt der feierlichen ersten Ortschaftsratssitzung des Jahres. Als Schmankerl hat Ortsvorsteher Günther Konstanzer das Programm mit der Vorstellung nicht alltäglicher Hobbys bereichert. Hechingens neues Stadtoberhaupt Dorothea Bachmann war zum Neujahrsempfang zu Fuß gekommen, sie wohnt ja nur einen Katzensprung entfernt mit ihrer Familie in einer Ferienwohnung. Günther Konstanzer übergab ihr als Dank und zum Start in ihr neues Amt ein Bienenhonigkörbchen. Umrahmt wurde der Abend von drei Saxophonspielerinnen aus Sickingen: Janina, Anita und Lena.

In Sachen Hobbys war der Pilgerbeauftragte der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft, Gerhard Kostanzer, mit Muschel am Hut, langer Pelerine und Pilgerstab an der Reihe. Unter dem Thema "Mitbürger stellen ihr Hobby vor" ging es auf eine spannende Reise. "Wenn man pilgert, ist man ganz allein mit sich selbst", gab Kostanzer zu denken. Und er erzählte munter drauf los, wie er in Roncesvalles, dem Tor zum spanischen Jakobsweg, vom Pilgervirus gefangen wurde.

Er spannte seinen Bogen weit, wie er von der Bruderschaft in Killer und der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft erfuhr und in ihm der Wunsch entbrannte Mitglied zu werden. Danach wurde ein Traum von ihm wahr, als er mit seiner Frau Angelika und Fritz Brandstätter 2009 eine Woche lang auf Pilgerschaft hinaus zog, ein Jahr später über den Schwabenweg von Konstanz nach Fribourg und dann nach Frankreich über wechselte. Man finde zu sich selbst, das war seine schönste Erkenntnis.

Der Beifall war dem Bechtoldsweiler Urgestein nach dem Bildvortrag sicher, genauso ein Präsent von Ortsvorsteher Günther Konstanzer, der ihm im Namen aller Zuhörer dankte. Der Jakobspilger lud alle ein, mit ihm den Pilgerweg von Rottenburg in die Herberge nach Frommenhausen mitzugehen - "Frau Bürgermeisterin, dass gilt auch für Sie", meinte er scherzhaft zu Dorothea Bachmann gewandt. Zum Ausklang gab es Bilder von Wilhelm Baur, die mit volkstümlicher Musik untermalt waren, schwerpunktmäßig über das Dorffest im Juli.

Ganz zum Schluss hatte der stellvertretende Ortsvorsteher Bernhard Locher an Günther Kostanzer und dessen Frau Christa Dankesworte parat, die er mit einem Blumengebinde und zwei Karten für die Villa Eugenia garnierte: "So etwas tut auch einmal gut", war das Schlusswort von Ortsvorsteher Günther Konstanzer, ehe man zum anschließenden Umtrunk überging.

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