Zollernalbkreis Ein Tag gegen die Raser

Ein Lasergerät der Polizei misst die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern. Der obere Wert beschreibt den Abstand und der untere die Geschwindigkeit. Am 16. April gibt es wieder einen 24-Stunden-Blitzmarathon. Archivfoto: dpa
Ein Lasergerät der Polizei misst die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern. Der obere Wert beschreibt den Abstand und der untere die Geschwindigkeit. Am 16. April gibt es wieder einen 24-Stunden-Blitzmarathon. Archivfoto: dpa
Zollernalbkreis / SWP 31.03.2015
194 Menschen im Land haben im vergangenen Jahr wegen zu schnellen Fahrens ihr Leben verloren. Um die Verkehrsteilnehmer wachzurütteln, plant die Polizei den nächsten 24-Stunden-Blitz-Marathon.

Das Polizeipräsidium Tuttlingen, das auch für den Zollernalbkreis zuständig ist, macht Mitte April beim dritten bundesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon mit. Die Aktion soll Bewusstsein für Verkehrssicherheit schaffen und wachrütteln: 2014 starben in Baden-Württemberg insgesamt 194 Menschen wegen der Raserei.

Zu schnelles Fahren war im vergangenen Jahr auch die Hauptursache schwerer Verkehrsunfälle im Gebiet des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Insgesamt 19 Verkehrsteilnehmer verloren 2014 dadurch ihr Leben. 2013 waren es 18 gewesen. Dabei ging die Gesamtanzahl an Unfällen mit der Ursache Raserei in den Landkreisen Freudenstadt, Rottweil und Tuttlingen sowie im Schwarzwald-Baar-Kreis und Zollernalbkreis um über 18 Prozent zurück.

Ziel des 24-Stunden-Blitzmarathon am 16. und 17. April ist es deshalb, bei allen Verkehrsteilnehmern Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schaffen. Eine Studie belegt, dass jeder vierte Deutsche Angst hat, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden. Dennoch riskieren manche Verkehrsteilnehmer nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das vieler anderer Menschen.

Am dritten Blitzmarathon können sich wieder alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Über das Internet hat jeder die Möglichkeit, der Polizei die Stellen zu nennen, an denen seinem Empfinden nach gerast wird und deshalb eine potenzielle Gefahr für Menschenleben besteht. Unter blitzmarathon.polizei-bw.de/ kann man ab sofort bis zum 6. April seine persönlichen "Aufregerstellen" kundtun.

Alle gemeldeten Stellen, so versicherte die Polizei, werden bei der anschließenden Planung für den Blitzmarathon geprüft und - soweit möglich - berücksichtigt.

Beim Blitzmarathon sind ab Donnerstag, 16. April, 6 Uhr, 24 Stunden lang alle Verkehrsüberwachungsgeräte der Landkreise und Kommunen sowie der Polizei im Einsatz.

Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Messstellen unter derselben Internetadresse einige Tage vor dem Beginn des Blitzmarathons veröffentlicht. Außerdem werden sie über die Medien bekannt gegeben.