Jungingen Ein Leben im Zeichen der Musik

Karl Lepold, Förderer der Musik.
Karl Lepold, Förderer der Musik.
Jungingen / MATTHIAS BADURA 23.08.2012
Nach schwerer Krankheit starb der frühere Junginger Bauhofchef Karl Lepold. Damit ging auch ein Leben im Zeichen der Musik zu Ende.

Karl Lepold war der Allzweckmann der Gemeinde, der sich in allen technischen Bereichen auskannte und der aufgrund seines vielseitigen Wissens auch dem Gutachter-Ausschuss angehörte. In Erinnerung bleiben wird er vermutlich aber vor allem als Musiker und als Förderer der Musik.

Geboren wurde Karl Lepold am 18. Dezember 1936 in Achern im Schwarzwald. Er kam als Kleinkind mit seinen Eltern nach Jungingen, besuchte hier die Schule und interessierte sich schon bald für Musik. Auf eigenen Wunsch lernte er Trompete spielen und trat bereits als 13-Jähriger dem Musikverein bei. Mit 14 war er Mitglied der "7 Schwaben" und machte auf unzähligen Veranstaltungen Tanzmusik.

Nebenbei betrieb er die Ausbildung zum Dirigenten und war so in der Lage, 1970 das Dirigentenamt des MV Jungingen zu übernehmen. Er bekleidete diesen Posten 24 Jahre lang und gemeinsam feierten die Kapelle und er etliche Triumphe. Parallel dazu leitete er mehrere Jahre den Musikverein Hausen und nicht zuletzt war Lepold der Gründer der Junginger Jugendkapelle. Die Auszeichnungen, die Lepold für dieses außergewöhnliche Engagement erhielt, lassen sich fast nicht zählen.

Damit war seine Musikerkarriere aber längst nicht beendet. Zu seinem 60. Geburtstag wurden die "7 Schwaben" neu ins Leben gerufen, die seither immer wieder Auftritte absolvierten. Zudem gehörte Karl Lepold der "Alte Kameraden Kapelle" von Weilstetten an und spielte dort Tenorhorn und Trompete.

Was den beruflichen Werdegang betrifft, war Karl Lepold Zimmermeister. 1960 bewarb er sich auf eine Stelle bei der Gemeinde Jungingen. Unter anderem arbeitete der Neueinsteiger als Waldarbeiter im Forst der Gemeinde, war aber wohl bald für alles Technische zuständig, ehe man ihn 1966 zum Leiter des Bauhofes bestellte. Diesen Posten bekleidete er, bis er 1999 in den wohlverdienten Ruhestand ging. In seiner Jugend spielte der Verstorbene auch für den Junginger Sportverein und solange es ihm möglich war, ging er zum Blutspenden. Auch diesbezüglich gibt es eine Dankesurkunde, sie trägt die stolze Zahl 75.

Karl Lepold konnte sich noch ein paar Jahre den Dingen widmen, die ihm wichtig waren: Seinem Haus, dass er um 1962 in Eigenleistung erstellt hatte, dem Garten - er war ein leidenschaftlicher Hobbygärtner, einer, dem alles gelang, was er anpflanzte - und nicht zuletzt seiner Familie. Geheiratet hat der Verstorbene im Jahr 1959 Erna, geborene Schuler. Der Ehe entsprossen die beiden Söhne Armin und Jürgen. Zwei Enkel gibt es außerdem.

Karl Lepold hätte sicher noch viel zum geselligen und kulturellen Leben nicht nur seiner Heimatgemeinde beigetragen. Es war ihm aber nicht vergönnt. Eine heimtückische Krankheit nahm ihm die Trompete vor ein paar Jahren aus der Hand. Gestorben ist er in der Nacht zum Dienstag, nicht allein und auf einer Station, sondern bei sich zuhause im Kreise der Familie.

Das Seelenamt mit anschließender Beerdigung findet am Freitag, 24. August, um 14 Uhr in der Kirche St. Silvester in Jungingen statt.

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