Bechtoldsweiler Ein halbes Hundert neue Bauplätze

Bechtoldweiler / Diana Maute 08.06.2018
Bis zu 49 Bauplätze sollen im Osten von Bechtoldsweiler entstehen. Erste Entwurfsideen für „Mittelwies“ wurden präsentiert.

Wie wichtig das neue Baugebiet für Bechtoldsweiler ist, ließ sich in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats an der überwältigenden Besucherresonanz ablesen. Es strömten so viele Bürger ins Rathaus, dass der Sitzungsaal schier aus allen Nähten platzte. Sie alle wollten sich einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie das neue Baugebiet „Mittelwies“ aussehen könnte.

Ortsvorsteher Günther Konstanzer begrüßte dazu Stadtbaumeisterin Helga Monauni sowie Dr. Klaus Grossmann vom Büro für Umweltplanung. Im Gepäck hatten die beiden mehrere Planungsvarianten, die detailliert erläutert wurden. Helga Monauni informierte zunächst über die grundsätzlichen Zahlen und Fakten zum neuen Baugebiet, das im Osten der Ortschaft liegt, eine Fläche von zirka 3,3 bis 3,9 Hektar aufweist und bereits im Flächennutzungsplan enthalten ist. „Bechtoldsweiler hat Bedarf nach neuem Wohnraum und die Lage ist sehr gut gewählt, da hier bisher eine Lücke herrscht, die mit dem Baugebiet geschlossen werden kann“, erläuterte die Stadtbaumeisterin.

Der städtebauliche Entwurf sieht vor, dass hier maximal 49 Bauplätze mit einer Regelgrundstücksgröße von etwa 600 Quadratmetern entstehen könnten. Integriert werden sollen zudem ein neuer zweizügiger Kindergarten sowie ein öffentlicher Spielplatz. „Wir möchten, dass dieses Gebiet einen Charakter bekommt und eine Identifikation für die Bewohner ermöglicht“, unterstrich Helga Monauni. Baumreihen und bis zu 37 öffentliche Stellplätze sollen dazu beitragen, das Gebiet zu strukturieren.

Klaus Grossmann erläuterte die Erschließung, die von der Rathausstraße aus erfolgen könnte. Eine Einfahrtsbremse und eine Querungshilfe stellen hier Optionen dar, um eine Verkehrsberuhigung herbeizuführen. Herzstück des Gebiets könnte der Kindergarten werden, der möglichst fußläufig erreichbar sein sollte. „Ideal wäre für ihn ein zentraler Standort, umgeben von Wohnbebauung“, betonte Grossmann mit Blick auf die Sicherheit der Kinder. Der Bau des Kindergartens an der Rathausstraße stelle aus seiner Sicht die deutlich schlechtere Option dar.

Geachtet wird auch darauf, dass jeder Bauplatz viel Sonne abbekommt, weshalb die Häuser möglichst „auf Lücke“ gesetzt werden. In Sachen Entwässerung präsentierte Grossmann Beispiele für gelungene Retentionsflächen, die zum Verweilen einladen.

Wie der Bebauungsplan „Mittelwies“ letztlich konkret aussieht und umgesetzt werden kann, hängt nun in erster Linie von der Verkaufsbereitschaft der Grundstücksbesitzer ab. „Alles steht und fällt mit dem Erwerb der Grundstücke.“ Erst dann könne der Aufstellungsbeschluss erfolgen. „Das liegt jetzt auch ein bisschen an Ihnen, wie schnell das geht“, wandte sich Helga Monauni an die Bürger.

Im nächsten Schritt wird nun also geprüft, welche Flächen überhaupt verfügbar sind. Der Ortschaftsrat wird zudem zeitnah darüber entscheiden, wo der erste Bauabschnitt, im Zuge dessen etwa 22 Bauplätze entstehen könnten, erfolgen soll.

„Noch ist nichts festgeschraubt, jeder darf seine Ideen einbringen“, rief Fachbereichsleiterin Helga Monauni Ortschaftsrat und Bürger dazu auf, sich an den Planungen zu beteiligen. Ortsvorsteher Günther Konstanzer und sein Gremium zeigten sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Konzept. Da „Mittelwies“ auf lange Sicht aber das letzte Baugebiet für Bechtoldsweiler darstellt, plädieren sie für eine Erschließung in mehreren Bauabschnitten, damit auch in einigen Jahren noch Plätze vorhanden sind. „Ich bin zuversichtlich, dass die Bürger erkennen, dass die Entwicklung unseres Dorfes nur auf dieser Schiene gelingen kann“, betonte Konstanzer, der nun das Gespräch mit den Grundstücksbesitzern suchen will.

Die Verkaufspreise fürs Schuppengebiet

Eine Enthaltung In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Ortschaftsrat Bechtoldsweiler über die Verkaufspreise der Plätze im Schuppengebiet ab. Bei einer Enthaltung sprach sich das Gremium einstimmig für den vorgeschlagenen Verkaufspreis in Höhe von 12,47 Euro beziehungsweise 10,26 Euro pro Quadratmeter aus. Der Preis errechnet sich jeweils unter Berücksichtigung der vom Pächter bereits in der Vergangenheit entrichteten Erschließungsbeiträge. dm

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel