Hechingen Ein Glücksgriff für die Oberstadt

Hechingen / Von Matthias Badura 30.08.2018
Der Second-Hand-Kleiderladen der Caritas öffnet im Oktober. Derzeit laufen die Umbauarbeiten in der Schloßstraße 21.

Der Kleiderladen der Caritas in der Hechinger Schadenweilerstraße 17 in Hechingen hat geschlossen. Er macht auch nicht wieder auf. Zumindest nicht an diesem Standort und nicht unter dem hin und wieder gebrauchten Namen „Kleiderkammer“. „Glücksgriff heißt das neue Geschäft, das sich künftig in der Schloßstraße 21 befindet – im gleichen Gebäude, in das der Tafelladen der Caritas bereits im April umgezogen ist (die HZ berichtete).

Am Dienstag dieser Woche wurden die letzten Kleiderkartons, Kisten und Säcke aus der Unter- in die Oberstadt verfrachtet, dann war der Umzug abgeschlossen. Bis sich die Türen am neuen Standort öffnen, dauert es allerdings noch. Die feierliche Einweihung mit Dekan Alexander Halter findet erst am Montag, 8. Oktober, statt. Das Genehmigungsverfahren hat sich hingezogen, man ist in Verzug geraten. Vielleicht ganz gut so, denn im „Glücksgriff“ gibt es noch einiges zu tun.

Noch sieht es ein bisschen aus „wie bei Hempels“. Aber, dass es ein todschicker Laden werden könnte, mit großzügigen Umkleidekabinen, Kinderecke, Lesesofa und Büchertausch-Regal – das lässt sich bereits erahnen.

Wenn es soweit ist, richtet sich das Kleiderangebot im „Glücksgriff“ nicht nur an Menschen, die eine Berechtigungskarte für den Tafelladen im Untergeschoss besitzen. Im „Glücksgriff“ kann jeder einkaufen. Und es lohnt sich, versichert Ursula Koschak, die das Geschäft betreut. „Wir haben tolle Second-Hand-Sachen“. Teils, erläutert die Caritas-Mitarbeiterin, sind die Schuhe, Mäntel, Hosen oder auch Babykleidung fabrikneu, weil sie von den Spendern gar nie getragen wurden.

Andere Stücke, man sieht’s, haben den Vintage-Schick, der die Augen modebewusster Menschen glänzen lässt. Freilich findet man auch gewöhnliche Alltagskleidung für Arbeit, Freizeit, Sport. Unappetitliches Zeug, total Abgetragenes oder Ramsch wird umgehend an die Papiermühle weitergegeben. Und der Preis? „Günstig“, verspricht die Organisatorin. Wobei Tafel-Kunden nochmals einen Abschlag von 50 Prozent erhalten. Der „Glücksgriff“ soll aber nicht nur Laden sein, sondern zur Begegnungsstätte werden. Geplant sind Nähkurse, Autorenlesungen oder auch Kunstausstellungen. Das ist eben die Idee, die den Umzug an den neuen Ort von Anfang an begleitete. Man will mit den sogenannten Bedürftigen im neuen Geschäft „raus aus der Randlage, mitten „in die Gesellschaft hinein“, wie es Caritas-Geschäftsführer Elmar Schubert gegenüber der HZ einmal formulierte. Es könnte gelingen.

Helfer dürfen sich gerne melden

Öffnungszeiten Geöffnet hat der „Glücksgriff“ in der Hechinger Schloßstraße ab 8. Oktober jeweils von Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr.

Helfer gesucht Dankbar wäre Ursula Koschak für Freiwillige, die im Kleiderladen, aber auch im Tafelladen helfen. Die Vorbereitungen für den Verkauf in der Tafel laufen von Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 12 Uhr, verkauft wird jeden Montagnachmittag von 15 bis 17 Uhr und jeden Donnerstagmorgen von 10 bis 12.30 Uhr. Interessenten können sich gerne im Hechinger Sekretariat der Caritas melden, die Telefonnummer lautet 07471/93320

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