Rangendingen Ein beschaulicher Markttag

Übersichtlich war der Andrang auf den traditionellen Gallus-Markt am gestrigen Montag.
Übersichtlich war der Andrang auf den traditionellen Gallus-Markt am gestrigen Montag. © Foto: ks
Rangendingen / ks 09.10.2018
Früher schoben und drängten sich die Menschen durch den  Rangendinger Gallusmarkt. Inzwischen hat das Interesse nachgelassen.

Nur „durchwachsen“ besucht war am Montag der Gallus-Markt in Rangendingen. „Es könnte besser sein“, klagten viele Händler.

Zufrieden zeigte sich indessen  Markus Burth vom Bärenthaler Schuhmarkt. Seit 2004 besucht er die Rangendinger Märkte. „Hier habe ich mir eine treue Stammkundschaft aufgebaut“, erzählt der Mann, der an seinem Stand Schuhe für ältere Menschen anbietet. Einer anderen Händlerin gefiel es gar nicht. „Wenn’s nicht besser wird, packe ich meine Sachen und gehe“, ärgerte sie sich über ihr schlecht laufendes Geschäft.

Die Standgebühr ist in Rangendingen erschwinglich: 1,50 Euro pro Laufmeter. Aber wenn niemand kommt, um einzukaufen ist dieser Vorteil dahin. Erst zur Mittagszeit gewann der Markt mit seinen 30 Ständen etwas an Fahrt. Die Mittagspause verbrachten vorwiegend Handwerker und Schüler ihre Zeit an den Wurstständen, wo Schlangestehen angesagt war.

Zu kaufen gab’s jede Menge: Socken und Pullis für die bevorstehende kalte Jahreszeit, Wolle zum Stricken, Hüte für die Männer, Ledergürtel, Schmuck, Haushaltswaren wie Kochlöffel, Stampfer und Schäler, Bürsten, Staubsauger und Postkarten. Für den süßen Zahn wurden Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Magenbrot angeboten. Johann und Franziska  Widmaier gönnten sich eine Marktwurst und kauften ihrer Enkelin einen Spielzeugtraktor.

Wer Lust auf Kaffee und Kuchen hatte, war im evangelischen Gemeindehaus gut aufgehoben.

Zu Ehren des Heiligen Gallus

Seinen Namen hat der „Galla-Markt“ in Rangendingen davon, dass er immer am Montag vor dem Kirchenpatrozinium St. Gallus stattfindet.

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