Hechingen/Reutlingen Eichenholz: Preis auf Rekordhoch

Vermehrt Kunden aus dem nahen Ausland wie Frankreich, Österreich und Polen waren an den edlen Hölzern interessiert.
Vermehrt Kunden aus dem nahen Ausland wie Frankreich, Österreich und Polen waren an den edlen Hölzern interessiert. © Foto: Forstamt
Hechingen/Reutlingen / SWP 17.03.2018
Eichen aus den Wäldern des Zollernalbkreises sind über die Landesgrenzen hinweg gefragt.

Der Durchschnittserlös auf der Laubholzsubmisson Hechingen/Reutlingen wurde am Dienstag gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent gesteigert.

Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre setzte sich fort. Die hohe Nachfrage an Eichen-Möbeln und Eichen-Böden sorgt für einen Anstieg des Holzpreises, teilt das Forstamt mit. Förster und Waldbesitzer seien mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Besonders erfreulich gewesen sei, dass auch vermehrt Kunden aus dem nahen Ausland wie Frankreich, Österreich und Polen an den edlen Hölzern interessiert waren.

Aber auch aus Deutschland seien neue Käufer aufgetreten. So blieben einige Eichen im Ländle und würden im Nachbarlandkreis zu hochwertigen Holzfässern verarbeitet. Diese dienen später der Veredelung von Erzeugnissen heimischer Streuobstwiesen. „Eine rundum regionale Produktkette“, heißt es in der Mitteilung.

Das Naturprodukt Holz bleibt populär. Heimische Hölzer werden vermehrt in der Wohnungsgestaltung verwendet, um ein Zuhause wohnlicher zu machen. Auch die hochtechnisierten Autos werden mit edelsten Furnieren aus dem Holz unserer Wälder optisch aufgewertet.

Für solche Verwendungsbereiche habe das Forstamt Zollernalbkreis in Zusammenarbeit mit den Kreisen Reutlingen und Tübingen insgesamt 710 Kubikmeter Holz anbieten können. Es stamme aus elf Stadt- und Gemeindewäldern, fünf Privatwälder und den Staatswäldern dieser Landkreise. Neben der Eiche fanden auch Esche, Roteiche, Spitzahorn, Walnuss, Lärche und Bergahorn ihren
Absatz.

Der Durchschnittspreis über alle Baumarten liege mit 469 Euro pro Kubikmeter auf einem sehr hohen Niveau. Die Eiche erreichte ein Rekordniveau von durchschnittlich 498 Euro pro Kubikmeter. Den größten Erlös habe eine Eiche aus dem Staatswald Reutlingen gebracht. Der etwas über sechs Kubikmeter messende Stamm erlöste rund 7000 Euro.

Als bemerkenswert und eventuell richtungsweisend könne ferner der Anstieg der Preise von Esche (246 Euro pro Kubikmeter) und Bergahorn (399 Euro pro Kubikmeter) gesehen werden, die aber noch weit unter dem der Eiche lägen. Lange Zeit vom Möbelmarkt missachtet, weckten diese Holzarten wieder das Interesse bei den Kunden, so das Forstamt. Wie auch bei der Eiche besteche das Eschenholz durch eine warme und zugleich wilde Optik. Einen Kontrast hierzu bilde das sehr helle und feine Holz des Ahorns.

7

-tausend Euro kostete eine Eiche aus dem Staatswald Reutlingen. Der etwas über sechs Kubikmeter messende Stamm machte damit den größten Erlös.

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