Weilheim Ehrung für Vizeweltmeister Wolfgang Stauß

Weilheim / Bernd Ullrich 24.01.2019
In der Weilheimer Neujahrssitzung würdigte Ortsvorsteherin Ingrid Riester den erfolgreichen Weilheimer Vogelzüchter.

Zahlreiche Gäste hatten sich zur ersten öffentlichen Sitzung des Weilheimer Ortschaftsrates im neuen Jahr eingefunden. Ortsvorsteherin Ingrid Riester zog Bilanz und blickte in die Zukunft – die sie auch nach den Kommunalwahlen im Dorf, in der Stadt und gerne auch im Landkreis mitgestalten will, wie sie an diesem Abend offenbarte.

Bevor die Rathauschefin dezidiert Auskunft über Geschehenes gab, sagte sie: „Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo Veränderungen sinnvoll sind und wie sie vonstatten gehen können. Unser aller Ziel ist sicher das gleiche: Weilheim, ein liebenswerter und lebenswerter Ort für alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger.“

Die Einwohnerzahl sei im vergangenen Jahr um sieben Personen auf 730 gestiegen.

Gehwegsanierungen, eine defekte Gussleitung, das Ausschachten von Gräben und weitere Instandsetzungsarbeiten, wie etwa an gestörten Telefonverbindungen, nahmen im Bericht der Ortsvorsteherin viel Raum ein. Mit Blick auf die bauliche Entwicklung stellte Ingrid Riester fest, dass „Am Berg II“ alle Plätze verkauft seien. Für das Gebiet „Auf der Bins“ favorisiert die Verwaltung die Erschließung der geplanten Bauplätze.

Urbankapelle wartet weiter

Umfangreiche Renovierungs­arbeiten ergaben sich auch im Alten Schulhaus, im Kindergarten, in der Turn- und Festhalle und auf dem Friedhof. Bezüglich der zu renovierenden Urbankapelle ist die Satzung für einen Förderverein genehmigt. Allerdings hat sich bisher anscheinend niemand gefunden, der bei der Vereinsgründung mitmachen würde. Die Teilsanierung der inneren Kirchenmauer, schon für 2015 geplant, wurde bisher nicht in Angriff genommen.

Die Weilheimer Feuerwehr musste im vergangenen Jahr lediglich zur Erkundung einer starken Rauchentwicklung ausrücken.

Ingrid Riester begrüßte das rege Vereins- und Veranstaltungsleben im Ort. „Alle Veranstaltungen, die auch gut angenommen werden, bereichern das kulturelle Angebot in Weilheim“, stellte sie fest. Derzeit liefen die Planungen der Vereine für ein Dorffest am letzten Juniwochenende. Eine Einladung an die Partnergemeinde Reschen, so die Rathauschefin, sei bereits erfolgt.

Biotop fürs Storchenpaar

Die Ortsvorsteherin ging noch auf einige weitere Ereignisse ein, die an Weilheim nicht spurlos vorübergingen. Dazu gehörten auch das Eschentriebsterben und der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner und dem Schwefelporling an verschiedenen Baumarten. Da das Storchenpaar auf dem Weilheimer Kirchturm das einzige im ganzen Zollernalbkreis war, wurde das Anlegen eines Biotopes spontan genehmigt und bezuschusst.

Für 2019 ist der Ausbau der Straße „Auf der Bins“ geplant. Außerdem stehen auf der Agenda: Arbeiten im Kindergarten, auf dem Friedhof, in der Turn- und Festhalle, am Feldweg Richtung Schuppengebiet und am Gebäude der ehemaligen Lehrerwohnung. Ingrid Riester erinnerte daran, dass die großen Investitionen, die in der Kernstadt getätigt würden, auch den Bewohnern der Ortsteile zugute kämen.

„Weilheim ist eine lebendige und gepflegte Gemeinde, in der man sich wohlfühlen kann. Und dies nicht zuletzt durch vielfältiges bürgerliches Engagement“, sagte die Ortsvorsteherin und bedankte sich bei einer ganzen Reihe von Bürgerinnen und Bürgern namentlich.

„Dringend darum gebeten“

Schließlich ging Ingrid Riester auf die bevorstehende Kommunalwahl und auf ihre eigenen Ambitionen ein, über die sie sich bislang noch nicht geäußert hatte. Um mit der Gerüchteküche in Weilheim aufzuräumen, erklärte die Ortsvorsteherin: „Ich habe weder eine halbvolle noch eine volle Liste. Ich trete, nachdem ich von vielen Leuten dringend darum gebeten wurde, auf einer Liste als Ortschaftsrätin wieder an. Und ich trete auf einer Liste der CDU als Gemeinderätin und Kreisrätin an.“

Bevor es zum gemütlichen Teil der Sitzung mit Getränken und einem Imbiss ging, bedankte sich der Stellvertreter der Ortsvorsteherin, Josef Wolf, mit einigen Packungen „Hüftgold“ in Schokoladenform bei der Rathauschefin für deren Engagement, ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Ehrung für Vogelzüchter Wolfgang Stauß

Ein jährliches Ritual sei es schon geworden, den Vogelzüchter Wolfgang Stauß wegen seiner Erfolge hochleben zu lassen, sagte Ortsvorsteherin Ingrid Riester bei der Weilheimer Neujahrssitzung. Schon vor einem Jahr sei Stauß mit einem Vizeweltmeistertitel aus Italien und vier Deutschen Meistertiteln aus Bad Salzuflen heimgekommen. Ende 2018 und im Januar 2019 setzte der erfolgreiche Züchter seine Siegesserie fort. Bei den 70. Deutschen Meisterschaften der Vogelzüchter in Bad Salz­uflen holte er abermals vier Deutsche Meistertitel. Und zwar jeweils mit einem Erlenzeisig achat, einem Stieglitz achat, einem Stieglitz major und einem Stieglitz braun. Mit einem weiteren Stieglitz major errang der Weilheimer einen dritten Platz.

Bei der Weltschau in Zwolle in den Niederlanden wurde Stauß Vizeweltmeister mit Stieglitz major achat. Diese Erfolge, so die Ortsvorsteherin, seien nicht selbstverständlich. „Du musst viel Zeit und Geduld für dein Hobby aufbringen. Aber wie wir sehen; Es hat sich gelohnt.“ Im Namen von Bürgermeister Philipp Hahn und der Ortschaftsverwaltung gratulierte Frau Riester dem erfolgreichen Züchter und überreichte ihm ein Präsent.

Wolfgang Stauß bedankte sich für die Ehrung und konstatierte, das mit der Geduld sei wirklich so. Er werde sie wie bisher aufbringen, kündigte er an und stellte lachend fest: „Vielleicht stehe ich dann im nächsten Jahr wieder hier.“ bu

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