Burladingen Ebert erklärt sich zum AfD-Beitritt

Er habe keine weiteren parteipolitischen Ambitionen, erklärte Bürgermeister Harry Ebert, der vergangene Woche offiziell seinen Beitritt in die AfD bekannt gab.
Er habe keine weiteren parteipolitischen Ambitionen, erklärte Bürgermeister Harry Ebert, der vergangene Woche offiziell seinen Beitritt in die AfD bekannt gab. © Foto: Archiv
Burladingen / Matthias Badura 12.03.2018
Der Burladinger Bürgermeister begründet seine Entscheidung mit „Unzufriedenheit über die Bundespolitik“.

Harry Ebert, der sonst gegenüber der Presse ein gespaltenes Verhältnis pflegt, erklärte sich jetzt jedoch öffentlich zu seinem AfD-Beitritt. Der Burladinger Bürgermeister begründete den Schritt mit Unzufriedenheit über die Regierungspolitik. Das betreffe insbesondere deren Bildungs-, Migrations- und EU-Politik, sagte Ebert am Montag auf Anfrage.

Der Kommunalpolitiker, der auch schon der CDU angehörte und geraume Zeit für die Freien Wähler im Kreistag des Zollernalbkreises saß, hatte schon lange öffentlich mit den Rechtspopulisten sympathisiert.

Allerdings will er nach eigenem Bekunden darauf achten, dass sich seine AfD-Mitgliedschaft künftig nicht direkt in seiner Tätigkeit als Bürgermeister widerspiegelt. „Ich habe mein Amt in den vergangenen 19 Jahren überparteilich ausgeübt und werde das auch in Zukunft machen“, sagte Ebert. „Parteipolitik hat auf kommunaler Ebene nichts zu suchen“, meinte er.

Zugleich kündigte der Kreisvorstand der AfD vergangene Woche an, bei der kommenden Kommunalwahl mit der Hilfe Harry Eberts in die Gemeinde- und Ortschaftsräte des Zollernalbkreises einziehen zu wollen.

Auf die Frage, ob er nun in der AfD eine parteipolitische Karriere auf Landes- oder gar auf Bundesebene anstrebe, sagte er: „Meine Lebensplanung ist abgeschlossen, und die sieht keine parteipolitischen Ambitionen vor.“

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