Hechingen/Sindelfingen Donauschwaben-Preis für Metz

Bei der Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises in Sindelfingen (von links): Juryvorsitzender Anton Bleiziffer, Dr. Franz Metz, Innenminister Reinhold Gall, Sarah und Oliver Christian sowie Prof. Anton Hollich. Foto: Innenministerium
Bei der Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises in Sindelfingen (von links): Juryvorsitzender Anton Bleiziffer, Dr. Franz Metz, Innenminister Reinhold Gall, Sarah und Oliver Christian sowie Prof. Anton Hollich. Foto: Innenministerium
HARDY KROMER 06.11.2013
Der ehemalige Hechinger Stiftskantor Dr. Franz Metz erhielt am Montag in Sindelfingen von Innenminister Reinhold Gall die mit 2500 Euro dotierte Ehrengabe des Donauschwäbischen Kulturpreises.

Als "markante Persönlichkeit der donauschwäbischen Musikkultur" würdigte Juryvorsitzender Anton Bleiziffer den seit 13 Jahren in München wirkenden Musikwissenschafter und Musiker Dr. Franz Metz. Innenminister Reinhold Gall, der die Preise verlieh, sagte, Metz habe sich außerordentliche Verdienste um die wissenschaftliche Erforschung der Musikgeschichte der Donauschwaben und um die Pflege und Verbreitung dieser Musik erworben.

Auch Weggefährten aus Metz Hechinger Jahren waren am Montagabend beim Festakt im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen zugegen. In der Zollernstadt wirkte der Donauschwabe Franz Metz, der Mitte der 1980er-Jahre in Freiburg seine erste Anstellung als Kirchenmusiker in Deutschland gefunden hatte, bis zum Jahr 2000 als Stiftskantor. 1993 hat er das Hechinger Kammerorchester gegründet, das er sieben Jahre lang leitete, bis er als Kantor nach München wechselte. Die Kontakte werden unverändert eifrig gepflegt. Mitte Mai nächsten Jahres wird Franz Metz zusammen mit dem Hechinger Kammerorchester ein Benefizkonzert gestaltet - in Stein für die dortige Pfarrkirche.

In Sindelfingen durfte sich Franz Metz im Rahmen der Verleihung des Donauschwäbischen Kulturpreises über die mit 2500 Euro dotierte Ehrengabe freuen. Laudator Anton Bleiziffer sagte, der an Heiligabend 1955 in Darowa im Banat geborene Metz habe die Musik und den katholischen Glauben "in die Wiege gelegt" bekommen. Schließlich war schon sein Vater Martin Metz als Kirchenmusiker im Banat tätig gewesen. In Lugosch, der "rumänischen Wiege der Musik", seien Grundlagen für eine beispielhafte Karriere gelegt worden. Später studierte und promovierte Metz an der Hochschule für Musik in Bukarest. Seine Kirchenmusikerlaufbahn begann in Temeswar, wo er es bis zum Domorganisten brachte, bevor er nach Deutschland flüchtete.

Inzwischen hat Franz Metz mehr als 400 Orgelkonzerte in ganz Europa gegeben, 17 Bücher in verschiedenen Sprachen veröffentlicht und viele Rundfunk- und Fernsehproduktionen verantwortet. Erstaufführungen und Plattenaufnahmen von Werken deutscher Komponisten aus Südosteuropa gelten als sein Markenzeichen. Als Vorsitzender der Gesellschaft für Musikkultur im südöstlichen Europa trage Metz zur Verbreitung der donauschwäbischen Musikkultur bei, sagte Laudator Bleiziffer.