"Wir sind guten Mutes, dass es ein Riesenerfolg wird", zeigt sich Finanzbürgermeister Alexander Kreher bei seiner Premiere zuversichtlich. Insgesamt 50 Vereine aus neun Nationen dürften mit ihrem Engagement, mit Tanz- und Showeinlagen das 19. Stadtfest "bunt und vielfältig" machen.

Eröffnen wird das Fest Oberbürgermeisterin Barbara Bosch am Freitag um 18 Uhr mit dem traditionellen Fassanstich auf dem Marktplatz. Danach ist Party angesagt. Bis 1 Uhr darf auf den sieben Festplätzen mit insgesamt fünf Bühnen getanzt, gefeiert, gegessen und getrunken werden. Allerdings, so Kreher, werde den Anwohnern zuliebe der "Geräuschpegel" schon ab 24 Uhr reduziert. Das Fest sei übrigens erneut "klimaneutral". Anfallende CO2-Emissionen würden durch erneuerbare Emissionszertifikate neutralisiert. Auch die Besucher könnten ihren Beitrag leisten - indem sie die RSV-Busse benutzen. Weil man sich so problemlos orientieren kann, sagt StaRT-Chefin Tanja Ulmer, halte man am bewährten Plätzekonzept fest. Neben diesen Plätzen präsentiert sich die Stadt voller Musik. Parallel findet "Kultur vom Rande" statt - und wird ins Stadtfest integriert. Da werden diverse Gruppen von diesem Kulturfest auch beim Stadtfest auftreten und zeigen, welche Talente in ihnen stecken.

Der Samstag startet um 11 Uhr auf dem Marktplatz mit dem Musikverein Sondelfingen. Dann heizen die "Wingenfelder" und Peter Schilling ("Major Tom") ein. Das laut Ulmer "Schmankerl" schlechthin ist am Samstagabend der Live-Auftritt des schwäbischen Comedian Dodokay. Lateinamerikanische Klänge gibt es bei Palo Salto am Freitag ab 18 Uhr auf der Rothaus-Bühne am Kanzleiplatz. Später sind Ohrwürmer der Hurricanes angesagt.

Tags darauf treten das Tanzorchester Paschulke und das Bosch Swing and Dance Orchestra auf - und dann übernehmen die Vereine mit einem Tanz- und Musikmix. Der Spitalhof ist Schauplatz volkstümlicher Musik - mit Blaskapellen und dem Stargast der Bühne, Peter Rist. Der frühere Finanzbürgermeister betätigt sich bekanntlich als "Stimme des Allgäus" nun als Schlagersänger.

Südstaatenmusik ist bei The Crashers Kashew & Band angesagt. Zusammen mit der Gruppe Sugar Shack machen die Musiker das "Freitags-Line-up" am Albtorplatz komplett. Den Samstag eröffnen One Passion mit Rock und Soul, danach zeigen die Vereine ihr Können. Irish Folk von Fleadh und Country mit der Pete Stone Band sorgen bis Festende für Stimmung.

Der musikalische Nachwuchs legt am Tübinger Tor so richtig los. Für viele Musiktalente ist das der erste große Auftritt. Die Location ist ein echter Jugendplatz, weshalb keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden. Der Rathausplatz ist erneut den Kleinsten vorbehalten. An der Marienkirche ist Gelegenheit, beim Stand von Dirty Sanchez eine Spritztour mit einer fahrenden Biertischgarnitur zu machen oder sein Fußballtalent an der Torwand zu testen.

Die Preise, so Frank Wittel vom Festkomitee, seien "moderat" geblieben. Um der Vermüllung entgegenzuwirken, wird auf Flaschen und Krüge drei Euro Pfand erhoben - als "Erziehungsmaßnahme".