Die AfD im Hechinger Gemeinderat hat ihren ersten Antrag gestellt: Er richtet sich gegen die Graffiti in der Stadt. „Mich stört’s“, begründete Kai Rosenstock. „Ich hätte gern, dass die Stadt sich damit beschäftigt.“ Vielleicht könnte man den Betriebshof mit der Beseitigung beauftragen: „Es geht um das Gesamtbild der Stadt.“

Rathaus: „Beschäftigt uns nicht täglich.“

Fachbereichsleiter Jürgen Rohleder legte Zahlen vor, die belegen, dass es zumindest keine Zunahme von angezeigten Graffiti gibt: „Das ist kein Thema, das uns alltäglich beschäftigt.“ Beobachtet worden sei zuletzt freilich „die sinnlose Verschmutzung von Schulhöfen“. Um dagegen vorgehen zu können, werde die Stadt eine Nutzungsordnung erlassen. Bürgermeister Philipp Hahn ergänzte: „Auf städtischen Flächen lassen wir Graffiti immer entfernen, wenn der Aufwand es rechtfertigt. Für Private können wir nicht tätig werden.“

Rosenstock: „Tübingen zahlt sogar Belohnungen.“

Rosenstock wies darauf hin, dass die Stadt Tübingen Belohnungen zahle an Leute, die Schmierereien anzeigen. Hahn entgegnete: „Fangprämien gefallen mir nicht so.“ Dr. Rita Ziebach (Freie Wähler) meinte, Erziehung und Prävention seien die einzig richtigen Wege. Und auch Almut Petersen wollte nicht nur auf Bekämpfung und Verbote setzen. Sie empfahl, ein Angebot zu machen, „wo Jugendkultur im positiven Sinne sichtbar gemacht werden kann.“

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