Bodelshausen Die Schwalben können einziehen

An etlichen Häusern im Bodelshäuser Ortsgebiet haben Nabu- und Albvereinshelfer künstliche Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht. Privatfoto
An etlichen Häusern im Bodelshäuser Ortsgebiet haben Nabu- und Albvereinshelfer künstliche Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht. Privatfoto © Foto:  
SWP 22.04.2016
Die Schwalben kommen zurück - und in Bodelshausen ist man darauf vorbereitet. Ehrenamtliche Nabu-Helfer haben in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion Histhilfen für Mehlschwalben angebracht.

Im Volksglauben galten die Schwalben lange Zeit als Glücksbringer und Vorbote des Sommers und waren besonders bei Landwirten beliebt, da sie während des Sommers unzählige lästige Stechmücken und Fliegen vertilgen.

Seit Jahren gehen die Schwalbenbestände in Baden-Württemberg allerdings stark zurück. Die streng geschützten Zugvögel, die zurzeit wieder aus den Winterquartieren zurückkehren, haben hierzulande mittlerweile große Probleme, neue Nester zu bauen. Bedingt durch die zunehmende Bodenversiegelung finden sie kaum noch geeigneten Lehm, aus dem die Naturnester bestehen.

Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen Edelgard Seggewiße und Stefan Schmid von der Nabu-Ortsgruppe Ofterdingen-Bodelshausen und Naturschutzwart David Wiesenberger von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins bereits im vergangenen Jahr begonnen, die Anzahl der Mehlschwalbennester in Bodelshausen zu erfassen und zu dokumentieren. Jetzt haben sie in einer Gemeinschaftsaktion nach Absprache mit den Hauseigentümern an geeigneten Gebäuden im Ortsgebiet weitere künstliche Nisthilfen angebracht. Die Ehrenamtlichen erhoffen sich dadurch eine Stabilisierung der Schwalbenpopulation in Bodelshausen.

Da das Nistmaterial für geschützte Vogelarten vom Land über die Landschaftspflegerichtlinie mitfinanziert wird, mussten die Hauseigentümer lediglich einen kleinen Betrag für die Schwalbennester und die dazugehörigen Kotbretter bezahlen.