Hechingen Die Kirche bleibt auch in Hechingen im Dorf

Natalia Wörner (Mitte) ist am 26. August im Schwanen-Kino zu Gast.
Natalia Wörner (Mitte) ist am 26. August im Schwanen-Kino zu Gast.
Hechingen / JUDITH MIDINET 11.08.2012
Am 23. August läuft der erste Kinofilm in schwäbischer Mundart an. Präsentiert wird "Die Kirche bleibt im Dorf" auch am 26. August im Schwanen-Kino mit den Hauptdarstellern Natalia Wörner und Stephan Schad.

Der Film "Die Kirche bleibt im Dorf" präsentiert die schwäbische Antwort auf Romeo und Julia und die Wahrheit über die Dörfer Ober- und Unterrieslingen.

Zwar soll im Film die Kirche im Dorf bleiben, doch die Schauspieler, die in dem Film mitwirken, und die Regisseurin machen mobil. Die Premiere wird in Stuttgart gefeiert, aber dann startet eine Kinotour durch das schwäbische Ländle. Ein Halt wird am Sonntag, 26. August, um 14 Uhr in Hechingen sein. Im Schwanen-Kino werden die Schauspieler Natalia Wörner und Stephan Schad mit den Besuchern über die schwäbische Komödie plaudern, die selbstverständlich auch auf der Leinwand zu sehen sein wird.

"Der Filmverleih ist auf mich zugekommen", erzählt Kinobesitzer Ralf Merkel. Die Tour sollte ausschließlich im ländlichen Raum stattfinden, da auch der Film "auf dem Dorf" bei Schwäbisch Gmünd gedreht worden ist.

Die Regisseurin Ulrike Grote hat die Komödie nach eigenem Drehbuch mit viel Liebe zum Detail inszeniert. In den weiblichen Hauptrollen sind Natalia Wörner, Karoline Eichhorn und Julia Nachtmann als charmante eingefleischte Schwäbinnen zu sehen. In die "Kirche bleibt im Dorf" geht es um die zwei Dörfer Oberrieslingen und Unterrieslingen, die sich spinnefeind sind. Denn die einen haben die Kirche, die anderen den Friedhof. Selbst ein Schlagloch direkt auf der Gemarkungsgrenze zwischen den beiden Dörfern sorgt für Ärger: Keiner fühlt sich für die Reparatur verantwortlich. Die Lage eskaliert schließlich, als Oma Häberle aus Oberrieslingen das Zeitliche segnet, ein reicher Amerikaner viel Geld für die Kirche bezahlen will, und ein Geheimnis offenbar wird.

"Ob der Film in schwäbischer Mundart in ganz Deutschland ankommt, hängt von der Handlung ab", sagt Ralf Merkel. Die Vorschau im Open-Air-Kino sei bei den Besuchern gut angekommen. Und die Bayern hätten es schließlich mit Filmen wie "Wer früher stirbt ist länger vorgemacht", dass ein Film in Mundart mit der richtigen Handlung sehr gut ankommt und bundesweit Erfolg haben kann.

Ausgesprochen viele deutsche Filme würden insgesamt im Herbst anlaufen, weiß Merkel. Die Internetpiraterie sei in diesem Fall eine Chance für nationale Filme. Denn die amerikanischen Blockbuster würden weltweit fast gleichzeitig anlaufen, damit die Filme vor der jeweiligen Premiere nicht schon im Internet kursieren. Und da die Amerikaner lieber im Frühjahr und Sommer in die klimatisierten Kinos gehen, sind im Herbst die europäischen Filme dran.

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