Boll Die Initiative versichert Beck: "Wir waren's nicht"

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Boll / SABINE HEGELE 02.08.2012
"Kein Beck(en) in Boll" – forderten diese Woche Unbekannte plakativ. Das ist an Ortsvorsteher Beck nicht spurlos vorbeigegangen.
Nur kurz „zierte“ das Protestplakat den Ortseingang. "Kein Beck(en) in Boll" stand darauf geschrieben. Am Donnerstag war das Schild schon wieder übermalt und damit zurück in seinen Urzustand gebracht worden.

Nichtsdestotrotz bekennt Ortsvorsteher Peter Beck: „Ich wäre ein Heuchler, würde ich sagen, dass mich das nicht berührt und getroffen hat.“

Zwar, sagt er, dürfe grundsätzlich jeder seine Meinung kundtun, doch komme es doch auf die Art und Weise an.

Damit, dass am Bollemer Ortseingang seit Wochen das Plakat mit der Aufschrift "Kein Becken in Boll" stand, habe er als Demokrat nie ein Problem gehabt. Der persönliche Angriff gegen ihn indes habe ihn schon geschmerzt. Dabei geht er nach Gesprächen mit Mitgliedern der Initiative gegen ein Pumpspeicherkraftwerk im Reichenbachtal am gestrigen Donnerstag davon aus, dass sie nicht hinter dieser beleidigenden Aktion stehen. Er kenne diese Leute und er glaube ihnen, wenn sie ihm versichern, nichts mit der Schmiererei zu tun zu haben.

Also, schlussfolgert Peter Beck, habe wohl ein Trittbrettfahrer seinem Unmut in dieser plakativen Form Luft gemacht. Den lässt er wissen: „Ich habe nicht vor, aus Boll wegzuziehen.“

Angesichts der aggressiven Häme gegen seine Person verweist Ortsvorsteher Peter Beck dennoch darauf, dass nicht nur er, sondern die Mehrheit des Bollemer Ortschaftsrates und ebenso die des Hechinger Gemeinderates zugestimmt habe, das Reichenbachtal als möglichen Standort für ein Pumpspeicherbecken in den Regionalplan aufzunehmen.

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