Hechingen Die Helfer des Fördervereins feiern gemeinsam

MICHAEL HAKENMÜLLER 06.02.2014
Annähernd 50 ehrenamtliche Mitarbeiter hat Joachim Wien, der Vorsitzende des Fördervereins Villa Eugenia, jetzt zum Mitarbeiterfest begrüßt.

In den Räumen der letzten Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen durfte sich beim Fest der Fördervereinshelfer Gertrud Buckenmayer besonders freuen. Die Leiterin des Arbeitskreises Bewirtung hat ein solches Team über sieben Jahre hinweg rekrutiert und mit ihrer unaufhörlichen organisatorischen Arbeit und ihrem Werben um Mithilfe für das Backen sowie den Verkauf von Kaffee und Kuchen fast jeden Sonntagnachmittag erfolgreich gewirkt.

Der Gasthof "Lamm" in Stein hatte zu der munteren Feier unter der Kuppel der Rotunde ein deftiges schwäbisches Essen serviert, an das sich ein Dessert-Buffet mit Mousse-Variationen anschloss. Das gefiel auch den drei Mitglieder der Gnadenthaler Hausmusik aus Stetten, Margarete Buckenmaier, deren Tochter Anneliese aus Illertissen und Erika Haid. Das Trio sorgte mit drei klangstarken Zithern für die Hintergrundmusik. Die Leiterin der Hausmusik, Margarete Buckenmaier, studiert seit Jahren mit ihrem Ensemble Lieder und Melodien alter oberbayerischer Volksmusik aus dem 19. Jahrhundert ein. Diese gäbe es heute wohl nicht mehr zu hören, hätte nicht ein berühmter Onkel der Hechinger Fürstin Eugenie nach dem kulturellen Verfall infolge der verheerenden napoleonischen Kriege unermüdlich halb verbrannte Liedmanuskripte und Notenschriften gesammelt.

Dieser Herzog Max in Bayern, ein reicher Privatier, archivierte das gerettete Liedgut und machte es vielen Musikern wieder zugänglich. Ohne ihn gäbe es wohl keine Volksmusik-Euphorie. Max widmete im Jahr 1845 seiner Nichte einen "Eugenien-Walzer" für das Piano-Forte, nachdem er sie 1837 zur Patentante seiner zweitältesten Tochter Elisabeth, der später österreichischen Kaiserin Sissi, gemacht hatte.