Hechingen Die gute alte Eintracht wieder jung

„’s ist Feierabend, ’s ist Feierabend“ – schallt es durch Ahmed Bakirs „Starkes Café“ in Hechingen. Nesimi Bakir, 14 Jahre, begleitet die Eintracht Friedrichstraße auf dem Cello. Auch an künftigen Proben will der begabte junge Musiker teilnehmen. Unser Foto zeigt ihn mit seinem Instrument, rechts neben ihm sitzend Eintracht-Chef Roland Pfauth, am E-Piano Dirigent Günther Schneckenburger.
„’s ist Feierabend, ’s ist Feierabend“ – schallt es durch Ahmed Bakirs „Starkes Café“ in Hechingen. Nesimi Bakir, 14 Jahre, begleitet die Eintracht Friedrichstraße auf dem Cello. Auch an künftigen Proben will der begabte junge Musiker teilnehmen. Unser Foto zeigt ihn mit seinem Instrument, rechts neben ihm sitzend Eintracht-Chef Roland Pfauth, am E-Piano Dirigent Günther Schneckenburger. © Foto: Matthias Badura
Hechingen / Matthias Badura 20.08.2018
Nesimi Bakir, ein 14-jähriger Musiker, bringt neuen Schwung in den Chor aus der Friedrichstraße.

Das gab’s noch nie, ein schon etwas älterer Traditionschor und ein ganz junger Cellist tun sich zusammen. Die Eintracht Friedrichstraße und Nesimi Bakir proben gemeinsam! Schon gab es erste Anfrage von Radio und Fernsehen, schon haben Manager aus New York und Tokio nach einem Gastspiel der ungewöhnlichen Truppe angefragt...

Sie merken bereits, verehrte Leser, das war jetzt ein bisschen geflunkert. Aber nur ein bisschen. Die Mitglieder der Eintracht, die keine Auftritte mehr absolviert, treffen sich jeden Monat einmal im „Starken Café“ von Ahmed Bakir in Hechingen, um zu singen. Nachdem das vorherige Probelokal des Vereins vor gut anderthalb Jahren geschlossen wurde, hat der Chor hier eine neue Heimat gefunden. Nesimi ist der Neffe Achmed Bakirs und ein begabter Cellist. Irgendwann entstand die Idee, der Jugendmusikschüler könne doch einmal mit seinem Instrument in die Probe kommen. Kürzlich hat’s geklappt. Nesimi war da, spielte für den Chor eine Mozart-Sonate und begleitete die Sängerinnen und Sänger etwa beim „Abendfrieden“.

Die Chance wollte sich Vorsitzender Roland Pfauth nicht entgehen lassen, versuchte sogleich, den 14-Jährigen für seine Truppe zu werben. Aber es brauchte gar keine große Überzeugungskunst. Nesimi freut sich schon auf die kommenden Proben.

Ausflug ins Peitschenmusueum

Beim nächsten Termin des Chores wird indes nicht gesungen. Im September besucht die Sängerschaft das Deutsche Peitschenmuseum in Killer, wo Museumschef Oliver Simmendinger eine Sonderführung versprochen hat. Danach geht’s zur Einkehr ins Regenahäusle nach Hausen. Bekanntlich organisieren Roland Pfauth und seine Frau Hildegard den wöchentlichen Hausener Seniorentreff im Häusle. Und so lag es nahe, dass sie ihren Vereinskollegen in ihrem „Reich“ ebenfalls eine Sonderführung anbieten. Die – jede Wette – mit viel Gesang angefüllt sein wird.

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Sängerinnen und Sänger zählt die Eintracht Friedrichstraße. Konzerte gibt der Chor nicht mehr, aber noch immer wird einmal im Monat gemeinsam gesungen.

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