Hechingen Die Glocken hängen – und das X kommt weg

An neu angefertigen Holzjochen wurden die Friedensglocke mit dem Papst-Konterfei (links) und die Luziusglocke (rechts) im Turm der Stiftskirche St. Jakobus aufgehängt. Nachgeschliffen werden muss freilich noch.
An neu angefertigen Holzjochen wurden die Friedensglocke mit dem Papst-Konterfei (links) und die Luziusglocke (rechts) im Turm der Stiftskirche St. Jakobus aufgehängt. Nachgeschliffen werden muss freilich noch. © Foto: privat
Hechingen / Hardy Kromer 22.06.2018
Erleichterung in der Seelsorgeeinheit St. Luzius: In der leidigen Glockenfrage ist jetzt eine Lösung gefunden worden.

Am Turm der Hechinger Stiftskirche St. Jakobus tut sich sichtlich etwas: Die beiden obersten Gerüstetagen sind vor wenigen Tagen abgebaut werden, wodurch die Spitze des renovierten Turmes wieder sichtbar wurde.

Doch auch im Turm drinnen wird kräftig geschafft. Ein bedeutendes Ergebnis hat jetzt der Leitende Pfarrer Michael Knaus verkündet: Seit Anfang dieser Woche hängen die beiden neuen Glocken im Stiftskirchturm. An neu angefertigten Jochen wurden die Friedensglocke mit dem Konterfei von Papst Johannes XXIII. im historischen Glockenstuhl aus der Bauzeit der Kirche befestigt.

In diesem Zusammenhang, so teilt Knaus weiter mit, sei gemeinsam mit den Spendern der Glocken die Entscheidung getroffen worden, dass das überzählige X im Papstnamen nun doch entfernt wird, so dass der Glockenpatron wieder zum Konzilspapst Johannes XXIII wird. Wie berichtet, war im Prozess der Herstellung der Friedensglocke ein Fehler unterlaufen, der für einige Unruhe sorgte. Bislang ist noch von „Johannes XXXIII.“ die Rede, also vom Dreiunddreißigsten statt dem Dreiundzwanzigsten.

Wenn der Eingriff, um das überzählige X zu entfernen, sachgemäß ausgeführt werde, dann seien nach Aussage des Erzbischöflichen Glockeninspektors keine Einbußen im Klang zu erwarten. Lediglich eine „Narbe“ vom Abschleifen werde noch sichtbar sein. Die Spenderfamilien sind froh darüber, dass das Glockenprojekt nun einen guten Abschluss findet und betonen: „Damit bleiben unsere Glocken auch in Zukunft etwas Besonderes.“

In den kommenden Wochen werden die Motoren für die beiden Glocken montiert und an die bestehende Läuteanlage angeschlossen. „Ich gehe davon aus, dass wir uns im Sommer noch zum ersten Läuten aller sieben Glocken treffen können“, sagt Pfarrer Knaus.

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