Die Rückkehr der ersten Störche in Sulz und Mühlheim sorgt bei den Menschen in der Region für Begeisterung, aber auch für Verwunderung. Schließlich kommen die Zugvögel normalerweise erst Ende Februar oder Anfang März, also gut einen Monat später als jetzt, aus dem Winterquartier in südlichen Ländern wie Spanien oder dem afrikanischen Kontinent zurück nach Mitteleuropa.

Storchenbeauftragte rechnet den Pionieren gute Chancen aus

Helle Aufregung herrschte bereits vor einer Woche, als zwischen dem Sulzer Höhenwohngebiet Kastell und Sigmarswangen ein halbes Dutzend Ciconia ciconia auf einer Wiese eine Rast einlegten.

Seit wenige Tage später ein Weißstorch auf dem Turm der Mühlheimer Kirche im Nest nach einer Partnerin zu klappern begann, richten die Einwohner der Mühlbachgemeinde die Blicke zigfach am Tag auf die Spitze des Gotteshauses.

Gute Chancen rechnet Ute Reinhard den verfrüht zurückgekehrten Störchen im Südwesten aus. Die Storchenbeauftragte von Baden-Württemberg sagte: „Es ist für die Vögel kein Problem, jetzt zu überleben“. Die zwischen Ende Januar und Anfang Februar eingetroffenen Adebars haben höchstwahrscheinlich in Spanien überwintert. „Das sind die Ersten, aber mit Sicherheit nicht der größte Teil“, weiß die Fachfrau.

Angesichts des milden Winters und der starken Regenfälle der vergangenen Tage ist Ute Reinhard zuversichtlich, dass die Langbeiner genügend zu Fressen finden.

Auf dem Weilheimer Kirchturm herrscht noch Ruhe

Noch ruhig ist es hingegen auf dem Turm der Weilheimer St. Marien-Kirche. Auch dort befindet sich ein Storchennest, das seit drei Jahren wieder von Störchen genutzt wird. Es war eine kleine Sensation, als sich 2017 erstmals seit Jahrzehnten wieder Weißstörche im Stadtgebiet von Hechingen angesiedelt haben.

Damit die gefiederten Gäste genügend Futter finden, wurde in Weilheim extra ein Biotop angelegt.

Bereits im vergangenen Jahr war in ganz Deutschland die frühe Ankunft der Störche registriert worden. Auch da wurde es dem milden Winter zugeschrieben, dass Störche und auch Kraniche so früh aus ihren Winterquartieren zurückkehrten. Und während Spanien lange eines der Hauptüberwinterungsgebiete der Vögel war, fliegen sie inzwischen oft nur noch bis Frankreich oder bleiben auch ganz in Deutschland.

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