Rettungswesen Feuerwehr Rangendingen zieht positives Resümee

Geehrte und Beförderte bei der Rangendinger Feuerwehr mit Kommandant Christian Hermann (rechts) und Bürgermeister Johann Widmaier (Dritter von rechts).
Geehrte und Beförderte bei der Rangendinger Feuerwehr mit Kommandant Christian Hermann (rechts) und Bürgermeister Johann Widmaier (Dritter von rechts). © Foto: Ralf Dieringer
Rangendingen / Ralf Dieringer 13.11.2017

Mit viel Optimismus und Erleichterung schloss Christian Hermann die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rangendingen. Als Kommandant der Gesamtwehr hatte er auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt. Die Durststrecke sei beendet, gab er zu Protokoll. Dank des aufrückenden Nachwuchses aus der Jugendfeuerwehr und einiger Quereinsteiger stehen frische Kräfte für Einsätze und Übungen zur Verfügung. „Wir haben einige Feuerwehrmänner. Jedoch waren es immer dieselben, die anpackten. Das ist besser geworden“, sagte Hermann.

Bürgermeister Johann Widmaier, der wie viele weitere Gemeindevertreter bei der Sitzung zugegen war, schlug in dieselbe Kerbe. Er sehe es mit Freude, dass man engagierten Nachwuchs dazugewonnen habe. Jetzt heiße es, dran zu bleiben und den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Fast ein bisschen neidisch blickte er auf die vielen spaßbringenden Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und der Löschzwerge. Widmaier bescheinigte dem Team um Jugendwart Tobias Hermann eine exzellente Jugendarbeit, die enorm wichtig sei.

Zu Beginn wurde der verstorbenen Kameraden gedacht. Mit dem Tod des langjährigen Kassenprüfers Jakob Higi musste man im Sommer einen schmerzlichen Verlust hinnehmen. Auch gedachte man der vielen Feuerwehrleute auf der ganzen Welt, die im Dienste für den Nächsten ihr Leben ließen.

Kommandant Christian Hermann stellte in seinem Bericht den Feuerwehrbedarfsplan für die Jahre bis 2022 vor. Noch sei es ein Entwurf, der erst noch mit dem Gemeinderat besprochen von diesem abgesegnet werden müsse. Die Installation einer kleinen Rauchmeldeanlage in allen Feuerwehrhäusern der Gemeinde ist eines der Projekte im Bedarfsplan. Sollte nämlich mal ein Feuerwehrhaus brennen, „wäre ganz schön was los“, mahnte der Kommandant. Auch die Feuerwehrfahrzeuge werden in der Regel deutlich über ihren Abschreibungszeitraum hinaus verwendet. Das sei kein Problem, da man viel Wartung und Pflege betreibe. Jedoch müsse man sich Gedanken machen, wenn ein Fahrzeug einmal älter sei als die jüngsten Truppenmitglieder, mahnte er. „Das ist eine Frage der Sicherheit“, betonte Hermann – und diese gehe schließlich alle Einwohner etwas an.

Zu 30 Einsätzen rückte die Gesamtwehr im Berichtsjahr 2016/17 aus. Daraus ergeben sich 787 Einsatzstunden. 115 Einsätze waren es in den vergangen fünf Jahren zusammen. Somit liege man im abgelaufenen Jahr über dem Durchschnitt.

Außerdem stellte der Kommandant ein Konzept vor, das dafür sorgen soll, dass die Feuerwehr auch in Zukunft für den Nachwuchs und für die bereits aktiven Mitglieder interessant bleibt. So wurde unter anderem das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr auf zehn Jahre herabgesetzt.

Nach den Berichten der jeweiligen Abteilungskommandanten und der weiteren Amtsträger schlug Bürgermeister Widmaier die Entlastung des Vorstands vor, die einstimmig erteilt wurde. Grußworte des stellvertretenden Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Armin Ruß nahmen die Zuhörer mit Wohlwollen zur Kenntnis.

Gewählte, Beförderte und Geehrte bei der Rangendinger Feuerwehr

Die Wahlen brachten unter anderem folgende Ergebnisse: Christopher Birkle bleibt für die Einsatzabteilung Rangendingen Beisitzer im Feuerwehr-Ausschuss. Felix Fäller folgt Stefan Schuster als Beisitzer im Feuerwehr-Ausschuss für die Einsatzabteilung Höfendorf. Reinhold Haug und Luca Beiter sind neue Kassenprüfer für die Gesamtwehr.

Befördert wurden Tobias Hermann zum Hauptfeuerwehrmann, Markus Maichle zum Löschmeister, Hannes Augsburger und Josef Volk zu Oberlöschmeistern, Christopher Birkle und Christian Vollmer zu Hauptlöschmeistern und Frieder Dieringer zum Brandmeister.

Langjährige Aktive erhielten Feuerwehr-Ehrenzeichen des Zollernalbkreises überreicht. In Gold für 30 Jahre Dienst: Torsten Haug, Wolfgang Higi und Dragan Milanovic von der Abteilung Rangendingen; in Silber für 20 Jahre Dienst: Hannes Augsburger, Siegfried Kuhn und Stefan Strobel von der Abteilung Rangendingen; in Bronze für zehn Jahre Dienst: Joachim Ritzal von der Abteilung Höfendorf und Patrick Dorfschmidt (Abteilung Rangendingen).