Hechingen Die beiden Väter der Bankenfusion

Die Bankvorstände Erwin Staiger (links) und Paul-Gerhard Link sagen Adieu.
Die Bankvorstände Erwin Staiger (links) und Paul-Gerhard Link sagen Adieu.
Hechingen / SWP 28.01.2012
Sie haben die Genossenschaftsidee ein halbes Jahrhundert geprägt - und bei der Volksbank Hohenzollern endet eine Ära: Vorstand Paul-Gerhard Link ist nach 46 Jahren im Ruhestand, Erwin Staiger nach 49 Jahren.

Paul-Gerhard Link absolvierte von 1966 bis 1969 seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Eninger Bank. Nachdem er sich im Frühjahr 1971 nach Stellenangeboten umsah, wurde er auf die Raiffeisenbank Eyachtal in Haigerloch aufmerksam und begann dort im Sommer als Sachbearbeiter im Rechnungswesen und in der Innenrevision seine Tätigkeit. Im Jahr 1977 besuchte er das Bankführungsseminar der Genossenschaftsakademie in Montabaur und erwarb damit die Bankleiterqualifikation. Link wurde 1978 in den Vorstand der Raiffeisenbank Eyachtal berufen und war zuständig für die Bereiche Privatkundengeschäft, Rechnungswesen, Bilanz, Steuern und Zahlungsverkehr. Nach der Fusion 1991 zur Volksbank Hohenzollern war er bis zum Ruhestand Vorstandsmitglied und zuständig für die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, Marktfolgeabteilungen und Innenrevision.

Erwin Staiger absolvierte von 1963 bis 1966 seine Banklehre bei der Nusplinger Bank zum Bankkaufmann. Danach begann er seine Tätigkeit als Bankkaufmann bei der Burladinger Bank. Mit der erfolgreichen Teilnahme am bankwirtschaftlichen Führungsseminar erwarb Staiger bereits 1973 die Bankleiterqualifikation. Zum Juli 1976 wurde er vom Aufsichtsrat der Burladinger Bank unter dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Bieger zum hauptamtlichen Vorstandsmitglied bestellt und war verantwortlich fürs Kreditgeschäft und organisatorische Aufgaben in der Bank. Ab 1991 war Erwin Staiger Vorstandsmitglied der fusionierten Volksbank Hohenzollern und zuständig für die Vertriebs- und Steuerungsbank.

Im September des Jahres 2005 wurde Erwin Staiger von den Vorständen der acht selbstständigen Banken im Zollernalbkreis zum Vorsitzenden der Bezirksvereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbanken im Zollernalbkreis gewählt. Auf diesem Posten war er auch Mitglied im Fachrat des damals noch selbstständigen Württembergischen Genossenschaftsverbandes.

Das scheidende Vorstandsduo, so betont das Kreditinstitut in einer Pressemitteilung, war maßgeblich an der Entstehung der Volksbank Hohenzollern beteiligt und prägte mit seiner Schaffenskraft die positive Entwicklung der Volksbank Hohenzollern. Die Volksbank weiter: "Qualität, Stabilität, Zuverlässigkeit und Nähe hatten sie sich nicht nur auf die Fahne geschrieben, sondern auch gelebt." Während beider Vorstandstätigkeit wuchs das Bilanzvolumen von 240 Millionen Euro im Jahr 1991 auf 597 Millionen im Jahr 2011. Unter Leitung der beiden Vorstände Link und Staiger habe sich die Volksbank mit ihren 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem stabilen Wirtschaftfaktor und einer nah an den Mitgliedern und Kunden wirkenden Regionalbank weiterentwickelt, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die modern und zukunftsorientiert ausgerichtete Bank habe die aktuellen Krisen gut überstanden - das Eigenkapital konnte in den letzten Jahren überdurchschnittlich gesteigert werden. Der Neubau eines zentralen Bank- und Verwaltungsgebäudes in Hechingen ist im Herbst 2011 nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit bezogen worden. Mit dem im Mittelpunkt des Geschäftsgebietes errichteten Gebäude will man durch weitere Zentralisierung beste Voraussetzungen für die Geschäftsentwicklung in der Region Hohenzollern geschaffen haben.

Mit dem Abschied der beiden Bankvorstände geht eine Ära zu Ende, und eine neue beginnt. In einer Feierstunde werden sich am 2. März die neuen Vorstände, die Aufsichtsräte und Mitarbeiter der Volksbank Hohenzollern sowie geladene Gäste von ihnen verabschieden.

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