Sickingen Die Begegnung feiern

Nach dem Gottesdienst wurde von Stadtpfarrer Michael Knaus und Pater Heinrich Oesterle bei strahlendem Sonnenschein Antoniusbrot und Wein gereicht.
Nach dem Gottesdienst wurde von Stadtpfarrer Michael Knaus und Pater Heinrich Oesterle bei strahlendem Sonnenschein Antoniusbrot und Wein gereicht. © Foto: Antonia Lezerkoss
Sickingen / Von Antonia Lezerkoss 13.06.2018
Die Katholische Pfarrgemeinde Sickingen feiert zu Ehren ihren Patrons das Antoniusfest.

Als einen Tag der Begegnung und des Gesprächs feierte die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius in Sickingen ihr alljährliches Fest zu Ehren ihres namensgebenden Kirchenheiligen mit einer feierlichen Messe. Bei strahlendem Sonnenschein wurde im Anschluss an den Gottesdienst Antoniusbrot und Wein gereicht.

Umrahmt von Orgelspiel und Gesang durch Martin Riester, zelebrierte Pfarrer Michael Knaus die schöne Eucharistiefeier; ihm zur Seite stand Pater Heinrich Oesterle. Knaus freute sich, David Braschler in den Reihen der Ministranten willkommen heißen zu können und spannte in seinE Begrüßung des neuen Ministranten den Bogen zu dem Ordensgeistlichen Oesterle, der in diesem Jahr das 60-jährige Jubiläum seines Wirkens als Diener der Kirche begeht.

Stadtpfarrer Knaus nutzte die Gelegenheit außerdem dazu, allen ehrenamtlichen Helfern der Filialgemeinde Dank zu sagen. In diesen Dank schloss er die zahlreichen Ministranten und den Organisten ein.

Im Mittelpunkt seiner Predigt standen Leben und Wirken des Heiligen Antonius von Padua (1195 - 1231), der als Fernandez in Lissabon geboren wurde. Der Geistliche bezeichnete den begnadeten Prediger als „Popstar“ seiner Zeit, um den sich bisweilen bis zu 30 000 Zuhörer geschart haben sollen und der in einer Welt, in der Christen und Muslime Tür an Tür lebten, dafür plädierte, jedwedem Fundamentalismus mit Vernunft zu begegnen.

Antonius, dessen Namensfest am 13. Juni begangen wird, war  Kirchenlehrer und der erste Lehrer des Franziskanerordens. Er gilt unter anderem als Schutzheiliger der Armen und Sozialarbeiter, der Pferde und Esel, und wird vor allem in Bayern als „Schlampertoni“ bezeichnet, weil er „zuständig“ ist für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände. Mit dem Segen von Antoniusbrot und -wein endete die feierliche Messe.

Der Legende nach rettete Antonius durch sein Gebet ein Kind, das in einem Fass ertrunken war. Die Mutter wog dann das Gewicht des Kindes mit Brot auf und schenkte es den Armen. Daraus entwickelte sich der schöne Brauch, am Namensfest des Heiligen  Brot und Wein an die Gottesdienstbesucher zu verteilen – was von den Gemeindemitgliedern bei herrlichem Wetter in fröhlicher Atmosphäre und bei entspannten Gesprächen mit den beiden Geistlichen gern angenommen wurde.

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