Hechingen / Michael Tschek  Uhr
Bei der Deutschen Meisterschaft im Gebrauchshundesport in Hechingen wurden am Sonntag die Sieger gekürt. Sie dürfen zur Weltmeisterschaft nach Österreich.

Nach drei Tagen hochklassigem Hundesport standen am Sonntagabend die fünf besten deutschen Teilnehmer für die Weltmeisterschaft im Gebrauchshundesport Mitte September in Österreich fest.

Insgesamt 63 Hundesportler – an ihrer Seite Dobermänner, Rottweiler, Riesenschnauzer, Deutsche und Belgische Schäferhunde, allesamt reinrassig – hatten sich innerhalb ihrer Verbände für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und ermittelten im Weiherstadion in Hechingen ihre Meister in den Leistungsprüfungen „Unterordnung“ und „Schutzdienst“, zur „Fährtensuche“ ging es auf das Gelände der Modell-­flieger auf dem Hechinger Nasswasen und nach  Hausen im Killertal.

63 Vierbeiner, 1800 Besucher

Lokalmatador Marc Riedlinger, 2. Vorsitzender des Ortsgruppe Hechingen-Zollerstadt im Verein der Deutschen Schäferhunde, musste schon vor den Wettkämpfen passen. Sein achtjähriger Belgier „King Extratemperament“ war krank.

Und während die Hundesportler – Mensch und Tier – im Weiherstadion wetteiferten und von 1800 Besuchern genau beobachtet wurden, herrschte bei den sommerlichen Temperaturen gleich daneben im Freibad ebenfalls enormer Andrang. Hinzu kamen dann noch die Finalspiele bei den boso Ladies Open Hechingen. Kurz gesagt: Im Weiher herrschte am Samstag und Sonntag ein mittelgroßes Verkehrschaos. Doch die Hechinger Feuerwehr, unterstützt von einem Security-Team, hatte alles im Griff.

Mittleres Verkehrschaos im Weiher

Von all dem bekamen diejenigen Hundeführer zunächst einmal gar nichts mit, die an den beiden Tagen bereits um 5.30 Uhr mit ihren Vierbeinern rund ums Weiherstadion unterwegs waren. Es handelte sich dabei um die Wettkampfpärchen, die bereits um 7 Uhr zur Prüfung antreten mussten. Und weil es bei den Hunden, wie bei den Menschen, Morgenmuffel geben soll, musste früh aufgestanden werden, um sie in die Gänge zu bekommen.

Bei Ulrike Stäbler, seit 2011 Vorsitzende des Hechinger Vereins, liefen alle Fäden zusammen. „Eineinhalb Jahre Vorbereitung haben wir benötigt, um dieses Event auf die Beine zu stellen“, sagt sie. Beworben für die Ausrichtung habe man sich bei dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Dortmund. Voraussetzungen seien gewesen: eine Zusage der Gemeindeverwaltung, ein Stadion sowie die Bereitschaft von Landwirten, für die Fährtenprüfung ihr Gelände zur Verfügung zu stellen.

„Mit dem tollen Hechinger Stadion hatten wir schon einmal eine ideale Grundlage“, meint  Stäbler. Dies wäre aber nicht möglich gewesen, wenn die Stadt nicht grünes Licht dazu gegeben hätte, weshalb ihr Dank im Namen des Vereins an Bürgermeister Philipp Hahn und die Stadtverwaltung geht.

Titel geht an Tatjana Sträßer

25 Mitglieder hat der Hechinger Verein, mit denen alleine diese Veranstaltung nicht zu bewältigen gewesen wäre.  Aber die Hundesportler sind eine große Familie, so dass Hundesportvereine aus der Nachbarschaft mit allen Kräften zur Verfügung gestanden haben. Die Stadt Hechingen sei immer wieder bereit, solch eine Veranstaltung zu wiederholen, sagte Bürgermeister Philipp Hahn, der sich bei allen für ihr Engagement bedankte.

Zum ersten Mal dabei und gleich Deutsche Meisterin wurde Tatjana Sträßer aus Leimbach mit ihrer Hündin Irma vom Schloss Ebershein. Vizemeister wurde Theo Sporrer aus München, gefolgt von Stefan Große aus Kassel. Auf Platz vier folgte Sina Bosch und Fünfter wurde Lars Bloem. Cornelia Scherk und Petra Sporrer dürfen sich noch Hoffnungen machen, von der Warteliste nachzurücken.

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