Waldfriedhof Der Hechinger Ruheforst öffnet

Der Ruheforst ist seit Jahren komplett fertig für die Eröffnung.
Der Ruheforst ist seit Jahren komplett fertig für die Eröffnung. © Foto: Stephanie Apelt
SWP 08.04.2017

Von Anfang an war der Friedhof der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern vor den Toren Hechingens ein Selbstläufer: Das Interesse an Naturbestattungen hat in den zurückliegenden Jahren enorm zugenommen. Für den Ruheforst „Zollerblick“, so die offizielle Bezeichnung des Waldfriedhofs auf dem Lindich, gibt es inzwischen Anfragen sowohl aus Dresden wie auch aus dem Allgäu – aus der näheren und weiteren Umgebung sowieso. Der Gerichtsstreit um den zusätzlichen Hechinger Gottesacker hat ganz offenkundig auch ein gutes Stück Werbung dafür gemacht.

In erster Linie allerdings hat die Anfechtung des Bebauungsplans die Eröffnung des Ruheforsts über annähernd vier Jahre hinweg verzögert. Die Infrastruktur draußen auf dem Lindich musste inzwischen sogar wieder runderneuert werden, weil sie in die Jahre gekommen ist. Zuletzt hat der Gegner des Waldfriedhofs nicht einmal den Gang vors Bundesverfassungsgericht gescheut, um Verfassungsklage einzulegen. Das freilich hat keine aufschiebende Wirkung, außerdem hat der Besitzer des früheren Polizeigeländes die Frist zur Einreichung versäumt.

Im Sigmaringer Fürstenbetrieb geht man fest davon aus, dass die Einweihung durch nichts mehr torpediert werden kann. Die Einladungen an 150 Gäste sind verschickt. Ihnen wird passende Kleidung und Schuhwerk empfohlen: „Die Veranstaltung findet im Freien statt.“