Stein Der Hang hört nicht auf zu rutschen

Beim jährlichen Dorfrundgang schaute sich der Ortschaftsrat Stein mit Ortsvorsteher Klaus Schetter (Zweiter von links) und Stadtbaumeisterin Helga Monauni im Stadtteil genau um.
Beim jährlichen Dorfrundgang schaute sich der Ortschaftsrat Stein mit Ortsvorsteher Klaus Schetter (Zweiter von links) und Stadtbaumeisterin Helga Monauni im Stadtteil genau um. © Foto: Diana Maute
Stein / Diana Maute 07.06.2018
Mit der Stadtbaumeisterin war der Ortschaftsrat Stein auf Dorfrundgang. Und das hat viel Zeit gebraucht.

Über die kleinen und größeren Baustellen zu reden ist gut, sich vor Ort umzuschauen, noch besser. Diesem Grundsatz folgend machten sich Ortsvorsteher Klaus Schetter und sein Gremium am Dienstag auf zum alljährlichen Rundgang. Anlaufstellen boten sich mehr als genug: Vom Rathaus über den Friedhof bis hin zum neuen Baugebiet „Furth“ wurden zahlreiche Örtlichkeiten besichtigt, bei denen Handlungsbedarf besteht. Stadtbaumeisterin Helga Monauni war auf Einladung des Ortsvorstehers mit dabei.

Erste Station der Begehung war das Rathaus, bei dem es ein Problem mit Tauben gibt, deren Hinterlassenschaften den Gehweg verschmutzen. Hier sollen geeignete Abwehrmaßnahmen, etwa durch Schutzgitter oder Bretter, ergriffen werden.

Besichtigt wurde anschließend der Friedhof, der im alten Teil im Bereich des Kriegerdenkmals eine Neugestaltung erfahren hat. Der Weg wurde hier neu gepflastert, Bäume wurden gepflanzt und die Kiesfläche durch Rasen ersetzt. „Das ist wirklich sehr gut gelungen“, lobte Ortsvorsteher Klaus Schetter. Helga Monauni schlug auf einem kleineren Abschnitt noch die Anbringung eines Heckenstreifens vor, der als Abgrenzung zwischen Weg und Gräberfeld auch der Blickführung dienen könnte. Aus den Reihen des Gremiums wurde der Wunsch geäußert, das Kriegerdenkmal, das etwas versetzt und pflegeleicht umgestaltet wurde, noch reinigen zu lassen.

Ganz abgeschlossen ist das Projekt Friedhof in Stein allerdings noch nicht. Im alten Teil wartet nach wie vor ein Abschnitt auf seine Sanierung. „Hier sollten wir einfach auf den gleichen Nenner kommen“, konstatierte Klaus Schetter. Die Gestaltung mit denselben Pflastersteinen wie im sanierten Teil könnte für eine einheitliche Linie sorgen, damit das Gelände ein harmonisches Bild abgibt.

Am Ende der Bildäckerstraße tut sich dagegen ein ganz anderes Problem auf. Bei starkem Regen fließt hier das Wasser vom Hang ins Baugebiet, schwemmt den Schotter vom Feldweg und läuft schließlich auf die Fahrbahn. Eine Mulde, die das Wasser in den Entwässerungsgraben ableiten würde, könnte hier Abhilfe schaffen.

Ein größeres Projekt steht an der Auchterthalle an. Nach einem Schreiben des Bauamts muss hier ab sofort darauf geachtet werden, dass nicht mehr als fünf Veranstaltungen im Jahr mit über 200 Besuchern stattfinden. Da die Halle als Veranstaltungsstätte genutzt wird, müssen sicherheitsrelevante Aspekte beachtet werden. Ein Anbau für ein Stuhllager wird hier deshalb ins Auge gefasst. Umgesetzt werden könnte dies auf der rückwärtigen Seite, wo allerdings in unmittelbarer Nachbarschaft ein Hochspannungsmast steht. Helga Monauni schlug dem Gremium vor, in einem ersten Schritt zunächst einmal ein Konzept zu erstellen, um herauszufinden, was hier überhaupt umsetzbar wäre.

Auf einem guten Weg ist das neue Baugebiet „Furth“, für das es bereits ein Planungskonzept gibt. Es werden allerdings Befürchtungen gehegt, dass es beim Bau einer neuen Straße durch das Gebiet an der Einmündung im Bereich der Kreuzung von Panoramastraße und Landstraße zu verkehrstechnischen Problemen kommt. Eine Änderung der Vorfahrtsregelung und der Straßenführung könnte die Situation möglicherweise entschärfen. „Das würde den Verkehr hier auf jeden Fall entschleunigen“, hofft Klaus Schetter.

Probleme bereitet weiterhin der Hangrutsch an der Landstraße, die deshalb seit geraumer Zeit halbseitig gesperrt ist. Eine Firma hat sich bereits an dem steilen, von Feuchtigkeit betroffenen Hang versucht, ist aber gescheitert. Eine andere Firma wird nun mit Spezialgerät anrücken. Hier wird überlegt, ob dem Problem nicht durch Stahlgitter oder ähnliches beizukommen ist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel