Hechingen HZ-Aktion: Der Gute-Taten-Rekord!

Hechingen / Ernst Klett 18.01.2019
Das ist absoluter Rekord: Über 26 000 Euro sind bei den Guten Taten fürs Zachäus-Haus in Burundi gespendet worden.

Sehr gute Nachrichten für das Centre pour Handicapés, das Zachäus-Haus in Gitega. Das vom Hechinger Afrikamissionar Zachäus Knoll ins Leben gerufene Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche ist Adressat der HZ-Aktion „Gute Taten“ 2018. Und die hat mit exakt 26 645 Euro einen absoluten Rekord hingelegt. So viele Spenden sind noch nie bei einer Weihnachtsaktion der Hohenzollerischen Zeitung zusammengekommen. Und damit kann der neue Kleinlaster fürs Heim nun tatsächlich gekauft werden. Damit hatte, man muss so ehrlich sein, beim Auftakt am 1. Advent niemand gerechnet. Chapeau, liebe Leserinnen und liebe Leser!

Einen sehr, sehr herzlichen Dank für die Unterstützung aus dem Hohenzollerischen gibt es zum Abschluss der Aktion von Schwester Joséphine Toyi. Die Leiterin des Zachäus-Hauses macht deutlich, wie enorm wichtig die finanzielle Unterstützung ist, und was das für die Heimbewohner und die Schwestern bedeutet: „Wie schön ist es, wenn so große Probleme vor uns stehen wie eine schwarze Wand, und jemand kommt und uns einen Ausweg schenkt!“ Im Zachäus-Haus, das eine eigene Schreinerei hat und eine große Landwirtschaft als Selbstversorger betreibt, ist es ohne Lastwagen „eine äußerst schwierige Situation“, bekräftigt die leitende Schwester. Zur Erinnerung: Das bisherige Fahrzeug hatte definitiv den Geist aufgegeben und ließ sich auch nicht mit afrikanischem Einfallsreichtum mehr reparieren. Weiter schreibt Joséphine Toyi: „Es ist für uns wie ein Wunder gewesen, als wir erfuhren, dass es diese Aktion gibt. Ja, Gott wohnt in der Güte von Mensch zu Mensch! Danke, liebe Spender, für das schönste Weihnachtsgeschenk. Sie haben uns wieder eine Zukunft geschenkt! Dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen.“

Doch damit nicht genug. Die Schwester hofft darauf, dass die Spenderinnen und Spender das Zachäus-Haus auch weiterhin begleiten: „Möge Glück Ihnen stets die Tür öffnen und Freude ihre Herzen berühren“. Alle Kinder und die Schwestern wünschen ein gesundes neues Jahr: „Wir schließen Sie in unser Gebet ein!“

Vollkommen überwältigt vom Ergebnis der Guten Taten ist Dr. Karl Heinz Schäfer. Der Hechinger Diakon ist seit einem Vierteljahrhundert mit dem Ausschuss „Mission Eine Welt“ der Katholischen Kirchengemeinde ein bedeutender Unterstützer des Zachäus-Hauses. Als die HZ bei ihm anklopfte, ob man denn wieder eine Weihnachtsaktion machen könnte für Burundi nach etlichen Jahren Pause, war dies ein Zusammentreffen der ganz besonderen Art. Denn kurz zuvor hatte Schäfer der Hilferuf aus Gitega erreicht: Der Lastwagen ist kaputt, und man ist so dringend auf das Fahrzeug angewiesen, dass es ein Riesenproblem ist. Karl Heinz Schäfer erinnert sich: „Ich fühlte mich hilflos und konnte ihr keine Lösung in Aussicht stellen. Allein hätten wir das nicht stemmen können. Anträge bei Hilfswerken dauern oft über zwei Jahre.“ Aber dann kamen die HZ-Leserinnen und HZ-Leser mit ihren vielen, vielen Spenden. Die über 26 600 Euro werden reichen, um zusammen mit anderen Geldgebern einen Kleinlaster zu finanzieren.

Karl Heinz Schäfer sagt allen Spendern auch im Namen des Ausschusses „Mission Eine Welt“ ganz herzlichen Dank. Und er unterstreicht: „Wunder können wir nicht machen, aber geschenkt bekommen schon. So ein Wunder ist für mich der große Erfolg der Weihnachtsaktion ,Gute Taten’ der Hohenzollerischen Zeitung zugunsten des Zachäus-Hauses.“

Wie Schwester Joséphine betont auch der Diakon, dass die Freude nicht allein wegen der materiellen Hilfe so groß ist. Die Aktion setze auch ein Zeichen, und zwar dieses: „In unserer scheinbar so egoistischen Gesellschaft gibt es viele Menschen, die die Not in der Welt sehen und praktisch helfen wollen: Einsatz für mehr Gerechtigkeit! Das soll allen Mut machen, die für mehr Gerechtigkeit in der Welt arbeiten. Und das sind viele Vereine, Gruppen, Einzelpersonen in Hechingen und in der Region. Gott sei Dank!“

Ganz viele fühlten sich angesprochen

Kleine Bilanz Das Rekordergebnis bei den Guten Taten 2018 setzt sich zusammen aus unheimlich vielen Einzelspenden – und etlichen größeren Summen. So hat die Kolpingsfamilie Singen, die ebenfalls fürs Zachäus-Haus engagiert ist, 775 Euro beigetragen. 500 Euro kamen von der Kolpingsfamilie Hechingen; die Summe ist fast der komplette Erlös der jüngsten Altpapiersammlung. Ebenfalls knapp 490 steuerte das Krippenspiel-Team aus Stetten bei Hechingen bei; der Betrag ist die Kollekte bei der Aufführung. Weitere 400 Euro hat die Hohenzollerische Jakobusgesellschaft gespendet. Und 200 Euro steuerte das Gemeindeteam Weilheim bei, das den Erlös der Bewirtung nach der Adventsandacht spendete.

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