Hechingen Dem Auferstandenen auf der Spur

Zum Hochamt am Ostersonntag in der Hechinger Stiftskirche erklang festliche Kirchenmusik. Unter ihrem Dirigenten Mario Peters boten der Stiftschor, das Hechinger Kammerorchester, die Solisten Simone Unger, Irina Gulde, Walter Petersen und Christoph Wild sowie Jonathan Ferber an der Orgel eine gelungene Aufführung. Foto: Ottmar Müller
Zum Hochamt am Ostersonntag in der Hechinger Stiftskirche erklang festliche Kirchenmusik. Unter ihrem Dirigenten Mario Peters boten der Stiftschor, das Hechinger Kammerorchester, die Solisten Simone Unger, Irina Gulde, Walter Petersen und Christoph Wild sowie Jonathan Ferber an der Orgel eine gelungene Aufführung. Foto: Ottmar Müller
Hechingen / OTTMAR MÜLLER 02.04.2013
Mit festlichen Ostergottesdiensten feierte die katholische Pfarrgemeinde Hechingen in der Stiftskirche die Auferstehung Jesu Christi. Besonders eindrucksvoll war die Feier der Osternacht .

Schon am Gründonnerstag feierten die katholischen Christen die Abendmahlsmesse. Kaplan Hannes Rümmele erinnerte an die momentane Begeisterung über den neuen Papst Franziskus, in der viel von seiner Demut, Einfachheit und Zärtlichkeit die Rede sei. Es genüge nicht zu fordern, ein Papst müsse sein wie Franziskus, ohne sich selbstkritisch zu fragen, wie es um die eigene Demut und Einfachheit bestellt sei. Jesus habe vor dem letzten Abendmahl seinen Jüngern die Füße gewaschen und damit ein Zeichen der Demut, des Dienens und der Liebe gesetzt. Da Jesus dazu aufrief, einander die Füße zu waschen, sei die Fußwaschung auch ein Symbol gegenseitiger Hilfe. Der Kaplan wusch zwölf Personen die Füße. "Wascht einander die Füße durch Taten der Liebe und der Aufmerksamkeit", so Rümmele.

Am Karfreitag gedachten die Gläubigen der Seelsorgeeinheit des Todes Jesu. Im Mittelpunkt der Karfreitagsliturgie standen die Leidensgeschichte und die Verehrung des Kreuzes. Pfarrer Ritzler erzählte in einer anrührenden Geschichte von der Kraft des Glaubens in der Auseinandersetzung mit Leid.

Auf dem Postplatz begann die Osternachtsmesse. Es herrschte andächtige Stille, als Stadtpfarrer Dr. Benedikt Ritzler die Osterkerze am Feuer entzündete. Die Stiftskirche war bis auf die letzte Kirchenbank besetzt. Nur Kerzen spendeten Licht. Dann gingen nach und nach die Lichter an und die Glocken begannen zu läuten. Stiftskantor Mario Peters ließ die Orgel, die zuvor drei Tag stumm geblieben war, mit festlicher Musik erklingen. Es wurden der Schöpfungsbericht und Gottes Großtaten in Schriftlesungen vorgetragen. Der Weihe des Osterwassers folgte die Erneuerung des Taufversprechens.

Nach dem feierlichen Auszug verschenkten der Stadtpfarrer und Ministranten Ostereier. Etliche gingen noch ins Gemeindehaus, wo Kranzbrot und Wein gereicht wurde.

Am Ostersonntag zelebrierte Kaplan Rümmele das Hochamt. In seiner Predigt ging der Kaplan auf "die Auferstehung Jesu" ein, die man nicht so leicht verstehen könne. Eine theologische Vorlesung zu diesem Thema würde einen Christen nicht viel weiter bringen. Wie die Jünger könne man die Auferstehung erst verstehen, wenn man sich von Jesus persönlich ansprechen lasse. Auferstehung geschehe konkret im Alltag, wie der Kaplan durch zahlreiche Beispiele belegte. Rümmele rief dazu auf, dem Auferstandenen auf die Spur zu kommen. "Jesus ist da und wirkt in unserem Leben." Passend zum feierlichen Anlass erklang festliche Kirchenmusik. Neben Mozarts "Spatzenmesse"war auch Händels "Halleluja" zu hören. Unter ihrem Dirigenten Mario Peters boten der Stiftschor, das Hechinger Kammerorchester und Jonathan Ferber an der Orgel eine gelungene Aufführung. Mit Simone Unger (Sopran), Irina Gulde (Alt), Walter Petersen (Tenor) und Christoph Wild (Bass) waren herausragende Solisten mit von der Partie.

Die Feierlichkeiten fanden am Ostermontag mit der Luki-Kinderkirche ihren Abschluss.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel