Hechingen Das Spittel trägt für immer seine Handschrift

Werner Sutter erlag am Montag seiner schweren Erkrankung
Werner Sutter erlag am Montag seiner schweren Erkrankung
SABINE HEGELE 19.03.2014
Keines seiner Projekte erfüllte ihn mit größerem Stolz als das Spittel. Mit Herzblut arbeitete er an seiner Sanierung. Am Montag ist Werner Sutter gestorben.

Werner Sutter ist tot - er starb am Montag nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit. Am 5. Januar hatte er mit der Familie noch seinen 60. Geburtstag feiern können.

Werner Sutter wurde in Hechingen als Sohn der Eheleute Elfriede und Herrmann Sutter geboren; mit zwei Brüdern (von denen nur noch einer lebt) wuchs er in der Zollernstadt auf. Hier besuchte er auch das Gymnasium, um nach dem Abitur an der Universität in Stuttgart Bauingenieurwesen zu studieren.

Im Jahr 1981 erlangte er sein Diplom. Danach arbeitete Werner Sutter für diverse Ingenieurbüros, ehe er sich 1989 gemeinsam mit seinem Studienfreund (und Architekten) Jürgen Sprenger selbstständig machte.

Zu dieser Zeit war er bereits sieben Jahre mit seiner Jutta verheiratet, die er schon zu Schulzeiten kennen und lieben gelernt hatte. Sie hatte zur gleichen Zeit wie Werner Sutter studiert - Architektur. So waren sie einander in den vielen gemeinsamen Jahren auch in beruflichen Dingen stets Partner auf Augenhöhe. Die Töchter Anne (geboren 1984) und Iris (1986) machten das Familienglück komplett.

Rückblickend kam der Kirchensanierung in Salmendingen für Werner Sutter eine besondere Bedeutung zu - weil er hernach immer wieder und mit wachsender Begeisterung sakrale Räume sanierte. So unter anderem die Kirche in Weilheim oder das Äußere von St. Luzen.

Für immer mit dem Namen Werner Sutter in Verbindung gebracht werden wird das Hechinger Spittelgebäude. Mit großer Leidenschaft und Herzblut hat er dessen Sanierung von Beginn an und von Grund auf begleitet. Dass sich das Spittel heute so herrlich präsentiert - das ist sein Werk, worauf er mit Recht stolz war.

Seine Arbeit war ihm wichtig, war ihm ein Stück weit Berufung. Darüber hinaus hatte der Familienmensch Sutter auch eine musische Seite, der er als Geiger im Kammerorchester Hechingen Ausdruck verlieh.

Darüber hinaus war Werner Sutter kommunalpolitisch interessiert - und in den vergangenen knapp fünf Jahren auch engagiert. Seit den Kommunalwahlen 2009 gehörte er der Fraktion der Freien Wähler an und brachte sein umfangreiches Wissen als Bauingenieur auch als ordentliches Mitglied im Bau- und im Betriebsausschuss ein. Darüber hinaus war er stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsausschuss, im Verwaltungsrat des Zweckverbands Jugendmusikschule Hechingen und Umgebung sowie im Cityrat.