Rangendingen Das Leben hat das letzte Wort

Rangendingen / KLAUS STIFEL 02.04.2013
Mit mehreren festlichen Gottesdiensten feierte die katholische Pfarrgemeinde St. Gallus Rangendingen die Kar- und Ostertage.

Mit in die Gottesdienste eingebunden waren insbesondere die diesjährigen Erstkommunionkinder.

Am Gründonnerstag zelebrierte Pfarrer Norbert Dilger die Messe vom letzten Abendmahl, bei dem der Pfarrer die unermessliche große Liebe Gottes zu den Menschen in den Vordergrund stellte. Die Kommunion erfolgte unter beiden Gestalten (Brot und Wein). Die Glocken und die Orgel brachte man bis zur Osternacht zum Schweigen.

Der Karfreitag stand dann ganz im Zeichen des Leidens und Sterbens Jesu. Hierzu fand im katholischen Gemeindehaus St. Gallus ein ökumenischer Kinderkreuzweg, statt, den der evangelische Pfarrer Frank Steiner zusammen mit Adolf Beiter, Sabine Schilling und Balbine Mesam von der katholischen Kirchengemeinde Rangendingen gestalteten. Dabei wurden Lichtbilder von den Stationen des Rangendinger Kreuzweges Richtung Hirrlingen gezeigt, zu denen gebetet wurde. Parallel dazu wurde in der St.Gallus-Kirche die Karfreitagslithurgie mit Enthüllung des Kreuzes gefeiert.

Mit Segnung des Osterfeuers und der Osterkerzen, sowie der Weihe des Taufwassers, feierte die Seelsorgeeinheit Rangendingen gemeinsam in der St.-Galluskirche in einem rund zweistündigen Gottesdienst die Osternacht. Die Kommunionkinder erneuerten dabei ihr Taufversprechen.

Das Hochamt am Ostersonntag sang der Kirchenchor unter der Leitung von Rosemarie Schoder und auf der Orgel glänzte Matthias Heid. In seiner Predigt ging Pfarrer Norbert Dilger der Oster-Botschaft nach. Ostern sei ein "wirkliches Fest der Freude und des Lebens". Dem Tod sei - wie Paulus im Korintherbrief schrieb - der Stachel gezogen worden.

Pfarrer Dilger gab in seiner Ansprache aber auch zu bedenken, dass an Ostern auch an die Menschen gedacht werden müsse, die mit Krankheit und Tod, schlimmen Schicksalsschlägen, zerbrochenen Beziehungen, familiären Problemen und mit finanziellen Sorgen zu kämpfen haben. Hier wische der Osterjubel keineswegs diese Probleme einfach weg. Im Glauben an die Auferstehung könne man, so Dilger weiter, den Widrigkeiten des Lebens begegnen.

Seit der Auferstehung Jesu sei ihnen der alles beherrschende "Stachel" genommen worden. Leid und Tod werde man weiter erdulden müssen, sie seien aber nicht die endgültigen Sieger. "Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern das ewige Leben", sagte Dilger.

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