Hechingen / Hardy Kromer Das kleine Stadtpalais Obertorplatz 14, wo einst Klaus Kinkel und seine Familie wohnte, hat einen neuen Besitzer.

Obertorplatz 14 war einst eine der besten Adressen in Hechingen – und könnte es wieder werden. Denn das denkmalgeschützte kleine Stadtpalais aus den 1840er-Jahren hat jetzt einen neuen Besitzer gefunden – einen Unternehmensberater aus München, der das herrschaftliche Haus mit seinem charakteristischen „Rundbogenstil“, das lange Zeit im Dornröschen­schlaf schlummerte, wach küssen will. Das Haus, das für eine knappe halbe Millionen Euro zum Verkauf ausgeschrieben war, verdient gerade in dieser Woche besondere Aufmerksamkeit. Denn in den Nachkriegsjahren lebte in der 150 Meter großen Hauptwohnung im Obergeschoss, der „Beletage“, der spätere. am vergangenen Montag gestorbene Außenminister Klaus Kinkel mit seiner Familie. Im Erdgeschoss betrieb Kinkels Vater Ludwig eine Arztpraxis. Gebaut worden war das Stadtpalästchen vom fürstlichen Hofforstmeister Rudolf Gfrörer von Ehrenburg (1820-1899), vermutlich anlässlich seiner Heirat mit Ludovika Sophia, einer außerehelichen Tochter des regierenden Fürsten Konstantin. Was der neue Hausbesitzer plant, will er der HZ bei seinem nächsten Hechingen-Besuch erzählen.