Sigmaringen Das Beste geben

Regierungspräsident Hermann Strampfer vereidigte und verpflichtete die neue Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle ins Amt.
Regierungspräsident Hermann Strampfer vereidigte und verpflichtete die neue Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle ins Amt. © Foto: eb
Sigmaringen / EB 08.07.2014
Stefanie Bürkle wurde offiziell in ihr Amt als Landrätin des Landkreises Sigmaringen eingeführt. Sie ist die erste Landrätin im Regierungsbezirk Tübingen und die dritte Frau in diesem Amt in Baden-Württemberg.

Die Menschen im Kreis und die Kreisräte hätten ihr "den Zauber des Anfangs" leicht gemacht, sagte Stefanie Bürkle bei ihrer Amtseinführung in der Sigmaringer Festhalle. Mit 39 von 47 Stimmen ist sie am 7. April zur Landrätin gewählt worden. "Dieses Ergebnis ist Ansporn und Verpflichtung für diesen Landkreis und seine Menschen Tag für Tag mein Bestes zu geben", hob sie in ihrer Ansprache hervor.

Als große Herausforderung nannte sie den prognostizieren Rückgang von 4500 Einwohnern bis zum Jahr 2030. Dass die Bevölkerung immer älter und weniger werde, müsse man aufhalten und umkehren. Dafür bräuchte es neue finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten und der ländliche Raum müsse für junge Menschen attraktiver werden.

"Die Ausgangslage ist gut", sagte Stefanie Bürkle. Sie bezeichnete den Kreis Sigmaringen als "Landkreis der weltoffenen Ländlichkeit". Die Steuerkraft sei im vergangenen Jahr um neun Prozent gewachsen. Es gebe preisgünstige, erschlossene Gewerbeflächen und "fleißige, schaffige Leut". Bürkle kündigte an, Firmen und Gemeinden im Genehmigungsverfahren konstruktiv begleiten zu wollen.

Nur im Miteinander und mit hohem persönlichen Einsatz eines jeden sowie einer maximalen Vernetzung könne man den Landkreis, die Städte und die Gemeinden voranbringen. "Dabei werden wir so stark sein, wie wir gemeinsam stark sind, und so schwach, wie wir uns gegenseitig lähmen", sagte Bürkle. Sie bot dafür jedem eine offene, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. "Ich bin eine Landrätin, die dienen möchte und sich in der Verpflichtung fühlt", sagte sie. Um den Kreis besser kennenzulernen, will sie noch diesen Monat mit Gemeindebesuchen beginnen.

Stefanie Bürkle ist die erste Landrätin im Regierungsbezirk Tübingen und die dritte Frau in diesem Amt in Baden-Württemberg überhaupt. "Das ist ein gutes Zeichen und eine positive Entwicklung", sagte Regierungspräsident Hermann Strampfer. Stefanie Bürkle sei eine "gelernte Landrätin", sagte er mit Blick auf ihren Lebenslauf. Seit 2009 war sie Erste Landesbeamtin in Biberach. Sie wisse Mitarbeiter zu führen und zu motivieren. Alois Henne, stellvertretender Vorsitzender des Kreistags, hob Bürkles Fachkompetenz, ihre Verwaltungserfahrung sowie ihre politische Erfahrung hervor. "Ihre Bodenständigkeit und offene und kommunikative Wesensart passen zu Land und Leuten".

Der Amtseinsetzung in der Festhalle ging ein Gottesdienst in der Sigmaringer Stadtpfarrkirche voraus. Als bekennende Christin sei es ihr ein persönliches Anliegen gewesen, sich bewusst unter den Schutz Gottes zu stellen, sagte Stefanie Bürkle. Dekan Christoph Neubrand las aus dem Römerbrief des Apostels Paulus vor. Der Kreistag habe Stefanie Bürkle Verantwortung übertragen. Paulus sagt: "Nutze dein Starksein", zitierte Dekan Neubrand. Man solle Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun.

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