Jungingen Dank an alle Weltmeister-Macher

Gruppenbild mit Weltmeisterin (von links): Klaus Pröpster, Alessa-Catriona Pröpster, Karsten Wörner (Trainer RSV Öschelbronn), Hans-Ulrich Schmedtlevin (Trainer RSG Zollernalb) und Jean-Pierre Nepa (Trainer RSG Zollernalb).
Gruppenbild mit Weltmeisterin (von links): Klaus Pröpster, Alessa-Catriona Pröpster, Karsten Wörner (Trainer RSV Öschelbronn), Hans-Ulrich Schmedtlevin (Trainer RSG Zollernalb) und Jean-Pierre Nepa (Trainer RSG Zollernalb). © Foto: Horst Bendix
Jungingen / Horst Bendix 10.09.2018
Mit 17 Jahren Weltmeisterin! Der Titel im Teamspringt für Alessa-Catriona Pröpster ist in Jungingen gefeiert worden.

Was für ein Ausnahmetalent: Alessa-Catronia Pröpster! Am Samstagabend wurde die Junioren-Weltmeisterin im Teamsprint von ihren Freunden, Fans und der ganzen Familie im Junginger Gemeindesaal gefeiert. Neben dem WM-Titel holte die 17-Jährige wie berichtet in der Schweiz  die Bronze-Medaille im 500-Meter-Rennen. Zum Schluss der Saison folgte der Bahnrekord in Rostock. Dort holte sie sich den  Gesamtsieg des Sprinter-Cups.

„Meinst Du, ich kann das?“

Welch eine außergewöhnliche Karriere, und das neben der Schule her. Das heißt hart und unerbittlich trainieren – das Talent freilich wurde ihr schon in die Wiege gelegt. Eigentlich war die Mutter schuld: Sie hatte über ein Anfängerrennen gelesen und Alessa-Catriona auf den Tisch gelegt: „Papa, meinst du, ich kann das?“, lautete deren Frage. Der sagte „klar, wir machen Straßenreifen auf das Mountainbike“, und dann ging’s los! Da war noch einer, der an der Karriere der Jungingerin großen Anteil hat: Hans-Ulrich Schmetlevin, Trainer bei der RSG Zollernalb. Er sah gleich, dass man aus ihr  etwas machen kann und fragte Alessa: „Hast Du eigentlich ein Rennrad?“. So nahm eine Sportlerkarriere Fahrt auf – bislang bis bis zum Junioren-WM-Titel. Es waren harte Zeiten, in denen Alessa auch Lehrgeld bezahlen musste.

Zunächst wurde eine Lizenz gelöst und kurze Zeit später folgte ihr erstes Rennen auf Lizenz­ebene. Trotz eines Sturzes wurde Alessa gleich Vize-Meisterin in Baden-Württemberg mit Unterstützung von Trainer Jean-Pierre Nepa und Renate Nepa. Wenig später wurden erste Kontakte geknüpft zu Tilman Bücheler vom Landeskader des Württembergischen Radsportverbands. Der erste Einsatz war die Thüringen-Tour, und diverse Straßenrennen schlossen sich an, darunter der Interstuhl-Cup.

Im Jahr 2015 gewann Alessa-Catriona alle drei Titel auf Straße, Bahn und Cross. Dann wurde sie auf Anhieb Deutsche Vize-Meisterin im Omnium, woran  vor allem Trainer Holger Roth großen Anteil hatte, ebenso ihr Betreuer Christian Brause.

Jürgen Bubeck und Karsten Wörner waren weitere Weggefährten in ihrer außergewöhnlichen Laufbahn, die 2016 mit drei Bronzenen Medaillen in Baden-Württemberg abgeschlossen wurden. Dann folgte das unglaubliche Jahr 2017. Nachdem sie zunächst großes Sturzpech begleitete, wurde sie noch vierfache Deutsche Meisterin. Dazu holte sie sich in der Vierer-Mannschaft Bronze und den Deutschen Meistertitel im Omnium in Köln.

Auch der Opa ist Sponsor

Der Wechsel an das Heinrich-Heine-Gymnasium und Sportinternat in Kaiserslautern war ein großer Einschnitt in ihrem jungen Leben, aber Alessa will auch weiter nach oben in der Schule. Das vorige Schuljahr hat sie mit der Note 1,8 abgeschlossen.  Der Verbandswechsel nach Rheinland-Pfalz und zum RSC Ludwigshafen war unumgänglich, denn dort fand sie in Stützpunkttrainer Frank Ziegler optimale Unterstützung, ebenso in Alex Welte, dem Physio- und Stabilitätstrainer, der fast wie die Ersatzmama gilt.

Alessas Hauptsponsor ist ein Radsportbesessener, nämlich Heiko Handtke. Vielleicht größter Fan und ebenfalls Sponsor ist und bleibt ihr Großvater Hans Pröpster.

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