Ganz so brav befolgt werden die Corona-Anordnungen nun doch nicht. Das geht aus einer ersten Zwischenbilanz der Stadtverwaltung Hechingen hervor. Die Bürgerinnen und Bürger würden das Kontakt- und Versammlungsverbot entsprechend der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg sehr ernst nehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies bewiesen die zumeist ausgestorbenen Straßen und Plätze.

Insgesamt 26 Personen angezeigt

Allerdings wurden laut Rathaus in den vergangenen anderthalb Wochen auch mehrere Verstöße gegen diese Verbote von der Polizei angezeigt. Dabei handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten, für deren Ahndung die Stadt als Ortspolizeibehörde zuständig ist. In fünf Fällen wurden insgesamt 26 – zumeist junge – Menschen zur Anzeige gebracht.

In vier Fällen verstießen diese laut Bericht der Stadt gegen das Kontaktverbot im öffentlichen (Außen-)Raum, das heißt, es versammelten sich mehr als zwei Personen, sei es an einer öffentlichen Grillstelle, auf einem Spielplatz oder auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Die Angezeigten müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 200 Euro rechnen.

Private Feier wird teuer

Die Polizei löste in einem anderen Fall eine Party in einer Privatwohnung mit acht Teilnehmern auf. Ein Anwesender zeigte sich offenbar wenig einsichtig. Die Partygäste werden mit jeweils 350 Euro zur Kasse gebeten.

Zuwiderhandlungen gegen die  Corona-Verordnung werden, so betont die Stadt Hechingen,  nicht als Straftaten, sondern als Ordnungswidrigkeiten gewertet. Für die Höhe der Bußgelder hat das Land Baden-Württemberg einen Rahmen vorgegeben, in dem sich auch die in der Zollernstadt erhobenen Bußgelder bewegen.