Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stagniert im Zollernalbkreis auf inzwischen erträglichem Niveau. Seit Sonntag hat das Landratsamt sieben neu angesteckte Männer und Frauen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz (die die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in der vergangenen Woche misst) liegt mit konstant 7,9 weit unter der kritischen Obergrenze von 50.

Nur drei Kreis haben mehr Neuinfektionen pro Kopf

Allerdings: Der Wert des Zollernalbkreises ist nach wie vor der vierthöchste in ganz Baden-Württemberg. Nur der Stadkreis Pforzheim (Inzidenz: 22,3), der Ortenaukreis (8,1) und der Rems-Murr-Kreis (8,0) liegen noch vor der Zollernalb. Der Landesdurchschnitt liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei 3,3.

Kein anderer Kreis im Land zählt mehr aktiv Infizierte

Und noch eine Statistik mahnt zur Vorsicht und zum Abstandhalten: Kein anderer Kreis im Land zählt inzwischen mehr „aktiv Infizierte“, das heißt positiv Getestete und noch nicht wieder Genesene, wie der Zollernalbkreis. Nach Zahlen, die das Karlsruher Unternehmen Risklayer recherchiert hat, liegt die Zollernalb mit 171 aktiv Infizierten im Landes-Ranking ganz vorn – wohingegen der Kreis Sigmaringen mit acht Fällen inzwischen nahezu Corona-frei ist. Auch die Nachbarkreise Reutlingen (34), Tuttlingen (37) und Tübingen (43) sind inzwischen deutlich geringer betroffen.

Vorsicht: Zahlen der Genesenen sind geschätzt

Freilich räumen alle Statistiker Unsicherheiten ein, da die Zahl der Genesenen nur geschätzt werden kann, weil es in diese Richtung keine Meldepflicht gibt. So führt der Nachrichtensender n-tv den Zollernalbkreis mittlerweile bei nur noch 50 aktiv Infizierten.

68 Corona-Tote im Kreis – oder doch eher 73?

Auch die Zahl der Covid-19-Toten im Zollernalbkreis ist nicht eindeutig. Das Balinger Landratsamt meldet seit Tagen unverändert 68 Opfer, während das Sozialministerium für die Zollernalb 73 Tote zählt.

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