Eine kleine Ration ist wieder eingetroffen: Wie zu Beginn des Impfens erhält das Kreisimpfzentrum in Meßstetten dieser Tage 1170 Dosen des Impfstoffs gegen das Coronavirus.
Wie Landrat Günther-Martin Pauli ankündigt, sollen am kommenden Donnerstag ab 13 Uhr wieder begrenzte Termine für die Erst- und Zweitimpfungen in Meßstetten freigeschalten werden.

Ab Donnerstag online oder telefonisch um Termin bemühen

Das bedeutet, dass sich Impfwillige oder ihre Helfer telefonisch über die Hotline oder online um einen Termin bemühen müssen.
Das Landratsamt und sein Gesundheitsamt sowie das Kreisimpfzentrum selbst können keine Termine vergeben, betont Pauli.
Dass das Online-Terminvergabesystem komplex sei und die Hotlines oftmals überlastet, sei ihm bewusst, sagt der Landrat. Die Probleme seien an das verantwortliche Sozialministerium weitergegeben worden, das laut Pauli nach landesweiter Kritik nachjustieren wolle.

490 Menschen geimpft

Bis zum Montagabend sind nach Angaben des Landratsamts 490 Menschen im Impfzentrum geimpft worden, davon 430 aus dem Zollernalbkreis. Zwei Drittel der Geimpften seien aktuell Frauen.
Aus den Nachbarlandkreisen kamen die restlichen 60 in Meßstetten Geimpften. Menschen aus dem Zollernalbkreis wiederum würden sich auch um Termine in die umliegenden Impfzentren bemühen, betont Pauli, der darin keinen Impftourismus sieht.
Die Impfstrategie des Landes sieht es vor, dass zunächst nur die Hälfte des verfügbaren Impfstoffes geimpft wird, so dass auch die notwendige zweite Impfung nach 21 Tagen garantiert werden kann.
Die erste Lieferung des Impfstoffes werde wie geplant bis Ende der Woche im Impfzentrum und über die mobilen Impfteams verbraucht sein.

Mobile Impfteams in Pflegeheimen unterwegs

In der ersten Priorisierungsgruppe sind Menschen aufgrund ihres hohen Alters oder ihres Berufs, beispielsweise in der Pflege und in Kliniken, zur Impfung berechtigt. Das Verhältnis der bislang Geimpften sei bei diesen Merkmalen bislang ausgewogen.
Die mobilen Impfteams des Kreisimpfzentrums sowie des Zentralen Impfzentrums in Tübingen hätten bislang über 660 Erstimpfungen durchgeführt sowie 240 Zweitimpfungen, teilt das Landratsamt mit.

Gemeinden und Vereine helfen bei Buchung

Landrat Pauli freut sich, dass viele Personen, aber auch Vereine (wie berichtet) oder Gemeinden (wie beispielsweise Balingen), denen helfen, die bei der komplexen Terminbuchung und bei der überlasteten Hotline Hilfe oder einen Fahrdienst benötigen. „Es ist gut, dass man sich im ländlichen Raum kennt und hilft“, sagt Pauli.
Pauli warnt vor den Folgen der langen Einschränkungen bei den Unternehmen und den Kosten, die auch im Gesundheitssektor anfallen. „Wir machen vieles kaputt, was über Jahrzehnte gewachsen ist.“, sagt Pauli.

Neues Zuhause für Corona-Schwerpunktambulanz

Er will sich um schnellstmögliche Normalität im Alltag bemühen. Im Frühjahr sollten planbare Öffnungen angestrebt werden. Auch die Corona-Schwerpunktambulanz soll, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, mutmaßlich etwa ab Ostern, die Kreissporthalle wieder für Schulen und Vereine freimachen, so Pauli.

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