Im Zollernalbkreis können Tests auf Covid-19 jetzt direkt vor Ort analysiert werden. Seit dieser Woche gehen Proben in das veterinärmedizinische Labor ZAKlab in Balingen-Endingen.

Pauli: Jetzt müssen pragmatische Lösungen her

„Die einzelnen Untersuchungslabore werden überflutet und können die große Anzahl an Coronatests nicht mehr zeitnah beproben. In diesen Zeiten müssen pragmatische Lösungen her“, fordert Landrat Günther-Martin Pauli. Diese kann der Zollernalbkreis nach einer Woche zähem Ringens um die Zuständigkeiten auf Landesebene nun endlich umsetzen. „Das auf Veterinärmedizin spezialisierte ZAKlab in Balingen ist ein regionales und erfahrenes Labor, das für uns bis zu 200 Coronatests pro Tag auswertet. So können wir die Wartezeiten auf das Laborergebnis wieder deutlich verkürzen“, so Pauli.

Erfahrung aus der Veterinärmedizin fließt ein


„Die Coronaviren sind im Tierreich bestens bekannt, veterinärmedizinische Labore sind bei der Auswertung der vielen Proben eine große Entlastung. Das ZAKlab kann die Tests sowohl nach RKI-, als auch nach WHO-Vorgaben auswerten“, erklärt Dr. Gerhard Hinger, Vorsitzender Geschäftsführer des Zollernalb Klinikums.

Das Projekt angestoßen hat die Leiterin des ZAKlab, Dr. Nicole Ettischer-Schmid. Im engen Austausch zwischen dem Ersten Landesbeamten Matthias Frankenberg, der Chefärztin der Inneren Medizin am Zollernalb Klinikum, Dr. Brigitta Bienstein, und der Laborleiterin beim Zollernalb Klinikum Zeliha Özkan wurde das Vorhaben umgesetzt. Die Laborkapazitäten im Kreis können noch weiter ausgebaut werden. Hierzu laufen konkrete Gespräche mit einer weiteren Einrichtung.

Pauli freut sich über die große Solidarität

„In diesen Tagen erreicht uns eine Vielzahl an innovativen Hilfsangeboten. Die Solidarität und der Zusammenhalt im Kreis sind groß, und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unser herzlicher Dank geht an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in dieser Ausnahmesituation beherzt für das Gemeinwohl einsetzen“, so Pauli.

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