Der evangelische Kindergarten Rasselbande ist seit 30. August geschlossen. Grund dafür ist ein Corona-Ausbruch. Nachdem bekannt geworden war, dass sich ein Kind mit dem Corona-Virus infiziert hatte, wurden im Rahmen eines Test-Sondertermins Kontaktpersonen getestet. Am Mittwoch lagen die Ergebnisse vor: Elf positive PCR-Tests wurden bei Kindern und Geschwisterkindern festgestellt, zwei weitere positive PCR-Testungen bei Mitarbeitenden.
Laut Mitteilung der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Steinach-Schlichemtal, die als Trägerin für den Kindergarten Erzingen zuständig ist, musste der Kindergartenbetrieb kurzfristig am 30. August eingestellt werden. Diese Mitteilung erfolgte im Rahmen einer Sofort-Entscheidung am frühen Montagvormittag bereits an die Eltern- und Mitarbeiterschaft.
Das teilt Eckhard Hameister, Kirchenpfleger der gemeinschaftlichen Kirchenpflege der evangelischen Kirchengemeinden Weilstetten, Unter dem Böllat, Laufen an der Eyach, und der Gesamtkirchengemeinde Steinach-Schlichemtal, mit.
Weiter heißt es in dem Schreiben vom Donnerstagvormittag: Hintergrund dieser Maßnahme war zunächst das Bekanntwerden eines positiven Corona-Tests eines Kindergartenkindes. Dieses wurde aufgrund von Symptomen einem PCR-Test unterzogen.

Eltern und Kinder mit typischen Symptomen

Zugleich gingen am Morgen des 30. August Elterninformationen ein, dass Kinder und Familienangehörige mit typischen Corona-Symptomen, unter anderem auch Fieber, zu Hause sind und Termine bei Kinderärzten in Anspruch nehmen werden, gefolgt von zwei weiteren Krankmeldungen von Mitarbeitenden mit vergleichbaren Symptomen, die aufgrund von Selbsttests – trotz vollständiger Impfung – ein positives Ergebnis erfahren mussten.
Aufgrund dieser unübersichtlichen und zu diesem Zeitpunkt nicht transparenten Infektionslage haben sich der Träger in Eigenverantwortung kurzfristig entschieden, alle Eltern in einer Eil-Mitteilung aufzufordern, ihre Kinder schnellstmöglich aus der Einrichtung abzuholen, da der Kindergarten vorübergehend bis zur Klärung der Situation geschlossen wird.
Zudem wurden alle Mitarbeitenden und die Familien aufgefordert, sich schnellstmöglich einer Testung in einer Arztpraxis oder einem Testzentrum zu unterziehen. Ein kontinuierlicher Kontakt und eine Abstimmung der Aktivitäten mit dem Gesundheitsamt des Zollernalbkreises erfolgte parallel.

Sondertermin im Balinger Testzentrum wurde organisiert

Um schnellstmöglich und unbürokratisch einen Sondertermin für die Angehörigen des Erzinger Kindergartens anzubieten, konnte gleich am Dienstag dieser Woche ein spezielles Testangebot im Balinger Testzentrum organisiert werden.
Die Ergebnisse folgten am Mittwoch mit einem ernüchternden Ergebnis. Von den hier vorliegenden Rückmeldungen wurden elf positive PCR-Tests bei Kindern und Geschwisterkindern festgestellt, zwei weitere positive PCR-Testungen bei Mitarbeitenden, trotz vollständigem Impfschutz. Zusammen mit dem Gesundheitsamt konnten am Mittwochabend noch die Kontaktnachverfolgungen erhoben und geklärt werden.

Kinder und Mitarbeitende müssen in Quarantäne

Ergebnis ist nun, dass von behördlicher Seite von einem Ausbruchsgeschehen ausgegangen wird und alle Kinder und Mitarbeitende, die sich seit 23. August bis 30. August im Kindergarten befanden haben, eine Quarantäneanordnung über das Ordnungsamt ausgesprochen wird.
Kinder ab einem Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt werden im 1,5-gruppigen Kindergarten in Erzingen betreut. Ab dem Ferienende des Kindergartens am 23. August waren 25 Kinder im Kindergarten präsent sowie fünf Mitarbeiterinnen und eine FSJ-Praktikantin.
Der Kindergartenbetrieb muss daher offiziell bis zum 10. September ruhen. Für den 8. September wurde nochmals ein zentraler Sonder-Testtermin im Testzentrum Balingen organsiert, um alle Vorkehrungen für einen infektionsfreien Neustart am 13. September getroffen zu haben.

Thema Corona weiterhin beherrschend

„Die Trägerverantwortlichen sowie die Mitarbeiterschaft erkennen einmal mehr, dass trotz der Umsetzung von Sicherheits- und Hygienekonzepten, der kontinuierlichen wöchentlichen Selbsttestung des Personals und der ständigen, immer noch freiwilligen Selbsttestung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, sich niemand in Sicherheit wiegen kann und das Thema Corona noch lange nicht in den Hintergrund gedrängt werden kann“, unterstreicht Kirchenpfleger Eckhard Hameister in der Presseinformation abschließend.