Da die Inzidenz im Zollernalbkreis aktuell deutlich über 100 liegt, gehen die Stadt Burladingen und die Schulverwaltung nach ihren letzten Benachrichtigungen davon aus, dass ab kommenden Montag an allen Schulen die „bedingte“ Testpflicht nach Vorgabe des Landkreises und der Landesregierung gilt.
Stadt und Schulverbund haben die Eltern angeschrieben und die Hintergründe und das Vorgehen erklärt. Zugleich haben Sie ein Video ins Internet gestellt, in dem Bürgermeister Davide Licht, Mitarbeiter des Rathauses und Leherer die Tests an sich selbst vornehmen, um ihre Harmlosigkeit zu demonstrieren.

Indirekte Testpflicht ab Montag

  Die Tests, heißt es in dem Schreiben, sollen gewährleisten, dass der Präsenzunterricht fortgesetzt werden kann. „Ab der kommenden Woche, also ab 19. April, wird in Stadt und Landkreisen mit einer hohen Zahl an Neuinfektionen eine indirekte Testpflicht eingeführt. Ein negatives Testergebnis ist dann Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht an öffentlichen Schulen. “
 Damit werde eine Unterbrechung der Infektionsketten sowie ein sicherer Schulbetrieb möglich – „für die Schüler. das Personal sowie auch für Sie als Familien.“ Daher sei eine hohe Beteiligung an den Testangeboten wünschenswerte wichtig.

Kinder testen sich selbst

Für die Schüler stehen sogenannte Nasaltests zur Verfügung. „Die Kinder und Jugendlichen nehmen den Abstrich aus dem vorderen Nasenraum selbst vor.  Der Abstrichist sicher, schmerzfrei und bequem auch von jüngeren Kinder selbstständig  durchzuführen.“

Spucktests in Außenschulen

An den Grundschulen Hausen, Ringingen und Stetten kommen allerdings Spucktests zum Einsatz. Auch hier erfolgt die Testung jedoch durch die Schüler selbst.
Am Burladinger Schulzentrum betreut der Gesundheitsdienstleister „M&M Lifeline“ die Tests, in den Grundschulen der Ortsteile übernimmt das die Sonnenapotheke aus Bisingen. Die Lehrkräfte begleiten ihre Klassen zum Test, sie sind aber nicht aktiv in das Geschehen eingebunden.

Nur mit Einverständnis

Möglich ist der Test nur, wenn die Eltern eine Einverständniserklärung abgeben. Wer den Test nicht mitmacht, muss dem Schulgelände fern bleiben und den Unterricht von zuhause aus verfolgen. (Ausnahmefälle liegen etwa bei Prüfungen vor.) „Es wird keinen Versuch geben, diese Kinder zu überreden oder unter Druck zu setzen. In diesem Falle dürften sie aber nicht am Präsenzunterricht teilnehmen und müssen abgeholt werden“, stellt die Mitteilung klar.

Dank an die Eltern

Bei einem positiven Testergebnis werden die üblichen Maßnahmen getroffen, um zunächst das Ergebnis zu überprüfen. Sollte es sich bestätigen, werden die Kinder bis zum Eintreffen ihrer  Eltern betreut. Es folgt die häusliche Quarantäne. Das Schreiben erläutert weiter, welche Daten festgehalten werden. Es verweist im Übrigen auf die Homepage des Kultusministeriums.
Zuletzt heißt es: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen, liebe Eltern, für Ihre Unterstützung. Damit leisten Sie einen wesentlichen Beitrag dazu, Virusketten zu unterbrechen und einen möglichst sicheren Präsenzunterricht zu ermöglichen. Selbstverständlich ist die Zustimmung zur Beteiligung an der Teststrategie vollständig Ihre persönliche Entscheidung, die Sie frei unter Abwägung aller für Sie relevanter Aspekte treffen. Sie wird in jedweder Form von uns als solche respektiert.“