Eine Bewohnerin aus dem Haus Raichberg in Onstmettingen starb in der vergangenen Woche auf dem Weg ins Krankenhaus. Das teilte die Benevit-Gruppe, die das Altenwohn- und pflegeheim betreibt, am Samstag mit. „Am Freitag erhielt unsere Einrichtung das Testergebnis, das zeigt, dass die Dame an Covid-19 erkrankt war“, teilte Olga Haug, Sprecherin der Benevit-Gruppe mit. Man habe sofort nach dem Bekanntwerden der Erkrankung alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen verstärkt, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. „Es wird alles getan, um die Infektionskette zu unterbrechen.“

Angehörige und Bewohner sind informiert

Angehörige und Bewohner des Onstmettinger Heimes seien unverzüglich informiert worden, hieß es weiter. Zwei Bewohner mit grippalem Infekt seien zur Zeit im Zimmer isoliert und befänden sich in hausärztlicher Behandlung. Alle weiteren Bewohner und Mitarbeiter sind laut Benevit symptomfrei.

In letzter Zeit sind weitere Bewohner im Haus Raichberg verstorben. „Es besteht jedoch nach aktuellem Kenntnisstand und ärztlicher Diagnose keinerlei Zusammenhang mit Corona“, betont die Benevit-Sprecherin. Sterbefälle bei betagten Menschen gebe es zu dieser Jahreszeit häufiger als sonst.

Mail sorgt für erhebliche Aufregung

Über eine gestiegene Zahl an Verstorbenen in dem Pflegeheim hatte Onstmettingens Ortsvorsteher Siegfried Schott in einer Rundmail Ortschaftsräte und Vereinsfunktionäre informiert. „Es gab sieben Todesfälle, da war ich natürlich alarmiert“, sagte Schott. Die Mail, die Schott als Zeichen der Transparenz verstanden wissen möchte, löste in Onstmettingen allerdings gehörige Unruhe aus. Viele sahen – offenkundig fälschlicherweise – einen Zusammenhang zwischen Corona und allen von Schott kommunizierten Todesfällen.

Burladinger Mitarbeiterin in Quarantäne

Die Mitarbeiterin, die in der vergangenen Woche im Burladinger Haus Fehlatal positiv getestet wurde (die HZ berichtete), sei nach wie vor in häuslicher Quarantäne. „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut.“ Ein Bewohner, teilt Benevit weiter mit, wurde vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Der Test auf das Coronavirus sei allerdings negativ – keine Infektion nachweisbar. Der Mann wurde am Freitagabend bereits wieder entlassen und ist zurück im Wohnheim.

Bewohnerin positiv getestet

Eine weitere Bewohnerin wurde positiv auf das Virus getestet. Sie befindet sich im Krankenhaus. „Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Eine Beatmung ist nicht erforderlich. Sie soll bald schon wieder zurückkehren.“

Weitere Tests negativ

Außerdem wurden weitere Mitarbeiter getestet. Zwischenzeitlich liegen zwei Testergebnisse vor. Sie seien negativ. „Benevit bemüht sich darum, dass alle Bewohner und Mitarbeiter des Hauses so schnell wie möglich präventiv getestet werden.“

Wie das Unternehmen weiter darlegt, habe man sich nach Bekanntwerden der Risiken des Coronavirus schon gleich zu Beginn des Jahres intensiv auf die Gefahrenlage vorbereitet. „Seit Wochen ist ein interner Krisenstab sieben Tage die Woche im Einsatz und wertet alle aktuellen Erkenntnisse aus, passt den Epidemieplan laufend an. Die Mitarbeiter wurden geschult und täglich erhalten die Leitungen und Mitarbeiter aktuelle Informationen.“ Auch habe man alle notwendigen Schutz- und Hygienemittel rechtzeitig und in ausreichender Menge beschaffen können.

Alarmsignale werden genau beachtet

Die „Vitalzeichen“ der Bewohner würden ständig überwacht und beim geringsten Alarmsignal medizinische Maßnahmen ergriffen. Zugleich sei es auch wichtig, die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter zu erhalten. „Alle Pflege- und Hauswirtschaftskräfte können kostenlos in den Einrichtungen essen und trinken und können auch Lebensmittel vom Haus erhalten, falls die Regale der Supermärkte leer oder schon geschlossen sind. Alle Mitarbeiter erhalten darüber hinaus für den privaten Schutz kostenlos Trigema-Schutzmasken und Desinfektionsmittel. All das mit dem Ziel, die Risiken zu minimieren und diese schwierige Zeit gemeinsam gut zu überstehen.“

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