Der Wahlkreis Freiburg stellt in Baden-Württemberg eine absolute Ausnahme dar: Er ist der einzige, in dem es für die Bundestagswahl mehr Bewerberinnen als Bewerber gibt. Der Frauenanteil liegt in der Unistadt bei 61,5 Prozent.

In 35 von 38 Wahlkreisen sind die Männer in der Überzahl

In zwei weiteren Wahlkreisen (Pforzheim und Backnang-Schwäbisch Gmünd) ist das Verhältnis zwischen Kandidaten und Kandidatinnen exakt ausgeglichen. In allen anderen Wahlkreisen bilden dagegen die männlichen Bewerber die (teils deutliche) Mehrheit.
Insgesamt sind laut Statistischem Landesamt von 747 Personen, die zur Bundestagswahl antreten, 231 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 30,9 Prozent.

Zwei Frauen kandidieren im Wahlkreis 295

Im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen (295) liegt der Anteil mit 18,2 Prozent dagegen deutlich niedriger. Für die elf Parteien, die im Wahlkreis zugelassen wurden, kandidieren neun Männer und zwei Frauen.
Die beiden Kandidatinnen findet man auch erst im unteren Teil des Wahlzettels, denn Renate Schmidt (MLPD) und Christine Koch-Kuhring (ÖDP) kandidieren für Kleinstparteien, die bei der vergangenen Bundestagswahl im Wahlkreis Ergebnisse unter 1 Prozent blieben. Bei den großen Parteien finden sich dagegen lediglich Männer.
Niedriger als im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen ist die Frauenquote lediglich noch in zehn weiteren Wahlkreisen. In dreien (Schwäbisch Hall-Hohenlohe, Rhein-Neckar und Hohenlohe) liegt sie sogar bei 0 Prozent.

Tübinger Frauenquote leicht über dem Landesschnitt

Im Wahlkreis Tübingen, zu dem auch die Gemeinden Bisingen, Burladingen, Grosselfingen, Hechingen, Jungingen und Rangendingen aus dem Zollernalbkreis gehören, liegt der Frauenanteil unter den Kandidaturen bei 38,5 Prozent.