In Jungingen wird der Bürgermeisterwahlkampf spannend. Um die Nachfolge von Amtsinhaber Harry Frick, der nach drei Amtsperioden nicht mehr kandidiert, bewerben sich jetzt mindestens zwei Männer: Nach dem Diplom-Verwaltungswirt (FH) Michael Stehle aus Haigerloch-Weildorf hat jetzt ein Lokalmatador seinen Hut in den Ring geworfen: der 47-jährige Junginger Jürgen Kleinmann. „Ich bin extrem interessiert an Kommunalpolitik, in Jungingen tief verwurzelt und will die Chance, die sich hier bietet, gerne ergreifen“, sagte Kleinmann gegenüber der HZ.

Polizeiführer und Familienvater

Jürgen Kleinmann ist verheiratet mit Angelika Kleinmann, Vater von zweieinhalbjährigen Zwillingsbuben, lebt seit eh und je in Jungingen und sieht sich als parteipolitisch neutral. Der gelernte Diplom-Verwaltungswirt ist im Range eines Polizeihauptkommissars Schichtführer beim Polizeirevier in Tübingen. Als Dienstgruppenleiter trägt er nach eigenen Angaben Personalverantwortung für 15 bis 20 Mitarbeiter einschließlich der Azubis.

„Ich bin gerne Polizist und habe nichts zu verlieren“, sagt Kleinmann. Dennoch sieht er sich genau im richtigen Alter und in der richtigen Lebensphase, um jetzt einen Berufswechsel anzugehen.

„Mit Leib und Seele Junginger“

Kommunalpolitische Erfahrung sammelte er von 2014 bis 2019 als Junginger Gemeinderat auf der Liste der Freien Wähler. Als Mitglied verschiedener Junginger Vereine sieht sich Kleinmann im Ort gut vernetzt: „Ich bin mit Leib und Seele Junginger.“ Vor einem Vierteljahrhundert war er Gründungsmitglied und Vorsitzender des Jugendzentrums „Klärwerk“, heute spielt er noch Fußball in der AH des SV Jungingen. Weitere Hobbys des Familienmenschen sind Bergwandern und der Weinbau. Bei seinem Eigenheim an der Holderstraße pflegt er einen kleinen Weinberg, aus dem er seinen eigenen Rotwein gewinnt.

„Aufgrund meiner Lebens- und Berufserfahrung, meiner Persönlichkeit und meinen Kompetenzen bringe ich Fähigkeiten, Führungsqualitäten und Fertigkeiten für das Amt des Bürgermeister von Jungingen mit“, ist Kleinmann überzeugt.

Junginger zu sein müsse im Rennen um das Bürgermeisteramt kein Nachteil sein, glaubt er: „Ich kenne die Gemeinde und die Leute. Umgekehrt kennen mich bereits viele Jungingerinnen und Junginger. Mit meinem Gespür für die Menschen und die aktuelle Situation in Jungingen, weiß ich, was nötig ist“.

Wahlkampf im eigenen Weinberg

Ein erster Wahlkampftermin steht schon: Am Samstag, 23. November, will er die Junginger zum kommunalpolitischen Plausch in seinen Weinberg einladen. Dazu serviert er eigenen Glühwein.

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Jungingen/Burladingen