Armin Pioch, Bewerber um das Amt des Bürgermeisters in Grosselfingen, stattete der HZ-Redaktion am Freitag einen Antrittsbesuch ab. Mit dabei: Frau Susanne und Hund Zorro. Mit den beiden wird er in der kommenden Woche und den Tagen danach „von Haus zu Haus“ gehen und seinen druckfrischen Wahlflyer persönlich übergeben. Vormittags „im Amt“ (des Grömbacher Bürgermeisters), mittags auf Wahlkampftour in Grosselfingen, so sieht der Plan des 56-Jährigen für die nächste Zeit aus. Denn: Öffentliche Wahlkampftermine sind in Zeiten der Corona-Pandemie nicht möglich.

Begeistert von der Gemeinde

„Die Menschen sollen ein Gesicht haben, sie sollen mich kennenlernen“, sagt Armin Pioch, der sehr wohl weiß, dass er in Grosselfingen (noch) ein Unbekannter ist. Nicht unbedingt ein Vorteil. Doch der Grömbacher Rathauschef denkt positiv und kommt direkt ins Schwärmen, wenn er über Grosselfingen spricht: „Die Tradition und Geschichte sind der Hammer.“ Die Wahl fiel also bewusst auf die Gemeinde? Ja. Er kenne die Gegend gut, seine Frau habe in Albstadt Verwandtschaft und nach Hechingen pflege man enge Freundschaften.
Armin Pioch benennt in seinem Wahlflyer drei Schwerpunkte: Finanzen, Digitalisierung und Bürgerbeteiligung. Er wolle vorausschauend wirtschaften. Dazu gehöre es, Bauplätze zügig und professionell zu vermarkten und so die Rahmenbedingungen für den Zuzug von Familien zu schaffen. Dazu gehöre es ebenso, Arbeitsplätze zu sichern und neue Betriebe anzusiedeln. Zu einer soliden Finanzpolitik zählt für Pioch auch, Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und neue Projekte konsequent auf ihre Förderfähigkeit zu prüfen.

Bürger mit ins Boot holen

Nicht minder wichtig: „Damit Grosselfingen ein Ort zum Leben, Arbeiten und Wohlfühlen bleibt, muss eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung stehen.“ Die Gemeinde habe die ersten Schritte zur Glasfaserversorgung zwar gemacht, weitere müssten jedoch dringend folgen.
Auch vor dem Hintergrund, dass die Verfügbarkeit eines schnellen Internets ein wichtiger Standortfaktor für das Gewerbe sei. Wunsch des 56-Jährigen ist es, dass „Grosselfingen bei der digitalen Transformation vorne dabei ist“.
Stichwort Bürgerbeteiligung. Nur wenn es gelinge, das Wir in der Gemeinde zu stärken und zu pflegen, „erreichen wir ein lebendiges Grosselfingen“. Aus dieser Überzeugung heraus wolle er, Pioch, eine moderne Form der Bürgerbeteiligung, angelegt wie ein „Bürger- und Bürgerinnenrat“, einführen. Auch die Jugend vergisst der Bürgermeisterkandidat nicht. Hier schwebt ihm die Schaffung eines Jugendforums vor.

Info Armin Pioch wurde im September 1963 in Schorndorf geboren In Schopfheim besuchte er das Gymnasium. An der Hochschule in Pforzheim studierte er Absatzwirtschaft; zwei Semester absolvierte er an der Universität in Lissabon. Im Februar 2016 wurde er in Grömbach zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Sein „Traumberuf“, sagt er, denn „nirgend sonst ist man so gefordert und hat diese Gestaltungsmöglichkeit, ist so unmittelbar dran an den Menschen“. Armin Pioch ist Mitglied der Grünen.

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August. An diesem Sonntag ist in Grosselfingen Bürgermeisterwahl. Um die Nachfolge von Amtsinhaber Franz Josef Möller bewerben sich – Stand heute – Armin Pioch und „Lokalmatador“ Friedbert Dieringer.