Es war eine gelungene Premiere. Erstmals hatte der Sickinger Ortschaftsrat die Bürger – und vor allem auch Neubürger – zu einem  gemeinsamen Start ins neue Jahr geladen.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Gebhard Daiker begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter auch viele Vereinsvertreter. Mit dem Medley „Dream of Clapton“ eröffnete der Musikverein dann den Abend. Und auch im weiteren Verlauf bereicherten die Musiker die Veranstaltung mit schmissigen Musikbeiträgen.

Vortrag über den Wald, der „Stress“ hat

„Am schönsten hat’s die Forstpartie, der Wald, der wächst auch ohne sie“ – lautet ein wohl nicht mehr ganz zeitgemäßer Spruch, denn, der Wald „hat Stress“. Diesen Stress sah Gastredner Rainer Wiesenberger –  zuständig für das Sachgebiet Forst und Natur bei der Stadtverwaltung – im Klimawandel und im fehlenden Niederschlag der vergangenen beiden Jahre eindeutig gegeben.

Die tiefen Grundwasserspeicher würden nicht mehr aufgefüllt, meinte er. Während junge Bäume damit zurecht kämen, mache dies den alten, tiefwurzelnden Bäumen wie Fichte und Buche mächtig zu schaffen. „Außer den Dürreschäden setzten der Borkenkäfer, das Eschentriebsterben, die Sturmschäden und der Schneebruch mittlerweile auch dem naturnahen Hechinger Mischwaldbestand erheblich zu“, betonte Rainer Wiesenberger. Sein Fazit: „Es gab schon bessere Zeiten für die Waldwirtschaft.“

Hechinger Stadtteil hat 2019 viel erreicht

Als spannendes Thema benannte der neue Ortsvorsteher Siegbert Schetter bei seiner Rückschau auf 2019 die Kommunalwahl im vergangenen Jahr. Für das Amt im Ortschaftsrat konnten junge Kandidaten mit ambitionierten Zielsetzungen gewonnen werden, meinte er. Damit ging die Ära Gerhard Henzler nach 25 Jahren zu Ende. Er und die weiteren scheidenden Ratsmitlgieder wurden jeweils würdig verabschiedet.

„Welche Ziele und Themen konnten wir 2019 verwirklichen? Und was bleibt noch zu tun?“ Schetters Antwort auf die selbst gestellte Frage: In nur sechs Wochen bekam die Festhalle ein neues Aussehen, wobei den Erfordernissen des Brandschutzes Rechnung getragen wurde. Der Breitband-Ausbau ist abgeschlossen, die Interessenten können schnelles Internet nutzen. Die Anbindung des Radweges von der Einfahrt des Sportplatzes bis zur Einfahrt „Trieb & Laitgai“ ist erfolgt. Die Weitsprunganlage wurde in Stand gesetzt und das Friedhofskonzept in Teilen verwirklicht.

Die Sanierung der Valentinstraße, so Schetter weiter, wurde in Angriff genommen und zwei Setzungen in der Haldenstraße beseitigt. Um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich am Ort eine Existenz aufzubauen, wurde erreicht, dass das Verfahren um das geplante Baugebiet Witzenhart beschleunigt wird. Schließlich konnte dank eines Sponsors am Ende des Jahres ein Defibrillator angeschafft und am Eingang zur Schule angebracht werden.

Ortsvorsteher Schetter nennt fünf Ziele für 2020

Als Ziele für 2020 thematisierte Schetter den Fortgang der Verwirklichung des Baugebietes Witzenhart und der Friedhofgestaltung, den weiteren Straßenunterhalt, die Realisierung  des Kindergarten-Anbaus und die Dorfplatzgestaltung.

In der Gemeinde bestimmen die örtlichen Vereine überwiegend das gesellschaftliche Leben. Schetter nützte seine Rede, um sie vorzustellen, und er ermunterte vor allem Neubürger dazu, sich aktiv zu beteiligen.

Schetters Dank galt zuletzt allen, die zum Wohl des Dorflebens beigetragen haben. Der anschließende Empfang bei Snacks und einem Glas Wein, Bier oder Sekt im Foyer führte die Anwesenden in anregenden  Gesprächsrunden zusammen.

Das könnte dich auch interessieren:

Einbruch in Einfamilienhaus in Rangendingen Dieb klaut Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro

Rangendingen

Binsdorf

Vier Einwohner mehr als vor Jahresfrist


Statistik Die Einwohnerzahl Sickingens betrug zum Jahreswechsel 1132 Personen, das waren vier mehr als zwölf Monate zuvor. Zuzüge verzeichnete man 54, Wegzüge 62. Geburten gab es zwölf, darunter sieben Jungen und fünf Mädchen. Sterbefälle waren fünf zu beklagen: drei Männer und zwei Frauen.