Hechingen / Hardy Kromer  Uhr
2019 geht der Breitbandausbau für schnelles Internet in der Hechinger Brunnenstraße und im unteren Killertal weiter.

Beim Breitbandausbau ist Geduld gefragt. Das spüren derzeit die Gewerbebetriebe in den Lotzenäckern und im Nasswasen sowie die Privathaushalte in Sickingen. Ihr Anschluss ans schnelle Internet kommt doch nicht ganz so flott wie erhofft. Die Bauarbeiten gingen etwas langsamer vonstatten, berichtete Caren Wagner, die städtische Breitbandbeauftragte, im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates. Für das Frühjahr 2019 stellte sie die „finale Inbetriebnahme des Netzes“ durch die Zollernalbdata GmbH, eine Tochtergesellschaft der Balinger Stadtwerke, jedoch in Aussicht – freilich ohne ein ganz exaktes Datum nennen zu können. Insgesamt 1,14 Millionen Euro lässt sich die Stadt diesen Ausbauabschnitt kosten.

Weilheim in Telekom-Nöten

Zukunftsvorsorge betrieb die Stadt in diesem Jahr, in dem während der Bauarbeiten in der Neustraße Leerrohre in Richtung Stockoch und Weilheim verlegt wurden. In Weilheim, so merkte Ortsvorsteherin Ingrid Riester an, wäre man derweil froh, überhaupt zuverlässig Telefon und Internet zu haben. Wie berichtet, waren dort viele Telekom-Kunden zwei, drei Wochen lang „abgehängt“. Woran das letztlich lang, weiß man im Rathaus auch nicht genau. Telekom-Baustelle eben.

Mit dem von der Stadt gebauten Netz geht’s 2019 in der Brunnenstraße weiter, berichtete Caren Wagner. Außerdem soll die Backbone-Trasse in Richtung Haigerlocher Straße erweitert werden. Kostenpunkt: 450 000 Euro. Und von der Ermelesstraße aus wird der Glasfaser-Anschluss dann weiter durch die Unterstadt in Richtung B 32 das Killertal hinauf geführt, um Schlatt und Beuren mit schnellem Internet zu versorgen. Dafür gibt die Stadt 1,16 Millionen aus, davon 700 000 Euro im nächsten Jahr. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen 2019 für den Breitbandausbau auf zwei Millionen Euro.

Ein weiteres Projekt, das in Hechingen auf dem Weg ist: öffentliches WLAN auf verschiedenen Plätzen. Dafür hat Caren Wagner 15 000 Euro EU-Fördermittel an Land gezogen. Dafür und für ihre Beharrlichkeit beim Breitbandausbau erntete sie großes Lob aus dem Gremium.

Umsetzen will sie auch einen Wunsch, den Freie-Wähler-Chef Werner Beck äußerte: eine Straßenkarte auf der städtischen Homepage, auf der die Bürger ersehen können, wann ihre Straße ans schnelle Internet angeschlossen sein wird. Zumindest voraussichtlich.