Aus noch unbekannter Ursache brachen in dem Wohnzimmer des Einfamilienhauses in der Hechinger Martinsstraße am Freitag kurz vor 9.30 Uhr die Flammen aus. Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei rückten an.
Die Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Hechingen wurde von der Integrierten Leistelle mit dem Löschzug, bestehend aus Kommandowagen, Löschgruppenfahrzeug, Drehleiter mit Korb, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Einsatzleitwagen, alarmiert.

Selbstversuch und schwarze Fenster

Der Hausbewohner hatte noch vor Eintreffen der Feuerwehr versucht, den Brand selbst zu löschen. Die Hausbewohner befanden sich bereits vor dem Gebäude, als die Feuerwehr eintraf. Aus einem gekippten Fenster drang tiefschwarzer Rauch. Alle anderen Fenster im Erdgeschoss waren schwarz.
Durch die Feuerwehrleute konnte der Brand rasch gelöscht werden. Dennoch wurden große Teile im Erdgeschoss des Wohnhauses beschädigt und durch Rußniederschlag in Mitleidenschaft gezogen.

Verdacht auf Rauchgasvergiftungen

Zwei Bewohner, ein 52-Jähriger und eine Siebenjährige, wurden wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in eine Klinik eingeliefert. Mit im Einsatz waren noch die Stadtwerke Hechingen.

Ermittlungen und hoher Schaden

Der Schaden dürfte sich vorläufigen Schätzungen zufolge auf mindestens 100 000 Euro belaufen. Die Polizei hat noch am Vormittag die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

So gingen die Einsatzkräfte vor


Einsatz Das Team des Löschgruppenfahrzeugs bekämpfte den Brand sofort unter schwerem Atemschutz und mit einem C-Löschrohr Druckluftschaum über das gekippte Fenster. Ein zweiter Trupp ging unter schwerem Atemschutz parallel ins Treppenhaus zur Riegelstellung an die Wohnungseingangstüre, ebenfalls mit einem C-Löschrohr Druckluftschaum, vor. Die Drehleiter mit Korb wurde parallel in Stellung gebracht, musste aber über den gesamten Einsatz nicht eingesetzt werden. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug stellte den Sicherheitstrupp und eine Riegelstellung hinter dem Gebäude.