Boll Boll pinselt selbst

CHRISTIAN STEINHILBER 27.01.2012
Der Boller Ortschaftsrat hatte bei seiner ersten Arbeitssitzung im neuen Jahr Besuch von Bürgermeisterin Dorothea Bachmann. Dabei nahm die zukünftige Boller Mitbürgerin gleich eine Spende in Empfang.

Bei der ersten Arbeitssitzung des Boller Ortschaftsrats begrüßte Ortsvorsteher Peter Beck besonders die neue Hechinger Bürgermeisterin. Mit Dorothea Bachmann ziehe es nach 40 Jahren endlich wieder einen Schultes nach Boll, um sich hier heimisch nieder zu lassen. Gleich im Anschluss nahm das Stadtoberhaupt eine erste Spende aus dem Stadtteil entgegen. Zwar kümmern sich die Boller um die Wallfahrtskirche Maria Zell, aber diese ist ein städtisches Gebäude.

Jakob Ruhl überreichte 500 Euro für die kleine Wallfahrtskirche. Wie berichtet, hat der Boller seine voluminöse Weihnachtskrippe für Publikumsverkehr zur Schau gestellt - und dabei um Spenden für Maria Zell gebeten. Sogar ganze Seniorengruppen zog Ruhl damit nach Boll. Wer dann wollte, der konnte einen kleinen Betrag liegenlassen. Jakob Ruhl zollte im Ortschaftsrat den zahlreichen Besuchern nochmals einen großen Dank.

Dann ging es flott zur Tagesordnung über: Im Rahmen der Verkehrsschau 2011 war vom Landkreis der Vorschlag gekommen, dass man in Boll an den entscheidenden Stellen Straßenmarkierungen anbringen könnte, um das Rechts-vor-Links-Gebot auf der Hauptstraße hervorzuheben. Dies nämlich wird von den Verkehrsteilnehmern nicht selten missachtet. In den Bereichen Weißkreuzstraße, Blumenstetterstraße, Ferdinand-Häusler-Straße, Zollerbergstraße und am Weidenweg sollen weiße Haltelinien aufgemalt werden. Symbolträchtig wird dies vom Ortschaftsrat selbst ausgeführt. Wann dies konkret geschieht, ist noch eine Frage des Geldes. Aber Bürgermeisterin Dorothea Bachmann betonte: "Sicherheit ist wichtig." Für Informationen zum Hochwasserschutz war Stadtbaumeister Peter Blumhagen zur Sitzung eingeladen worden. Er berichtete, dass im Bereich "Katzenloch" das Bauvorhaben im vergangenen Jahr gestoppt wurde, weil eine Förderung von 70 Prozent in Aussicht steht. Sollte die Zusage in einigen Monaten nicht erfolgen, werde aus eigenen Mitteln mit dem Bau begonnen. Die Holzfällarbeiten werden schon bis März ausgeführt sein. Das Bauvorhaben in den "Weiden" wird derzeit für 2013 geplant. Es müssen aber noch einige Gespräche mit Anwohnern geführt werden. Dorothea Bachmann steigt geade ins Thema Hochwasserschutz ein. Sie möchte die Feuerwehr eng mit einbinden.

Ortsvorsteher Peter Beck und die Bürgermeisterin betonten noch einmal, wie wichtig eine schnellere DSL-Leitung für Boll ist.

Und zu guter Letzt legte der Ortschaftsrat der Bürgermeisterin einen Besuch bei der Boller Zigeunerhochzeit, die nur alle vier Jahre stattfindet, nahe. Außerdem will Ortsvorsteher Peter Beck sie bei Gelegenheit auf eine Rundfahrt durch Boll mitnehmen.