Hechingen / Andrea Spatzal  Uhr
Update: Der Blutrache-Prozess am Landgericht Hechingen hat ein spektakuläres Ende: Vor der Urteilsverkündung ist einer der beiden Täter geflüchtet.

Die Urteile im sogenannten Blutrache-Prozess sind gesprochen. Die Revisionsverhandlung hat sich für die beiden 21- und 24-jährigen Angeklagten nicht ausgezahlt. Die Haftstrafen fielen höher aus als in erster Instanz.

Verabredung zum Mord

Verurteilt wurden sie wegen Verabredung zum Mord, Bereitschaft zur Beschaffung von Kriegswaffen und Bedrohung.

Der 21-jährige Angeklagte, Bruder des am 1. Dezember 2016 in Hechingen getöteten Umut K., wurde zu einer Jugendhaftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt.

In wenigen Stunden wird das Urteil im Blutrache-Prozess am Landgericht Hechingen gesprochen. Die Staatsanwaltschaft fordert noch höhere Strafen als in der ersten Verhandlung.

Warten auf den Angeklagten

Der 24-jährige Angeklagte, der mit ihm Umuts Tod rächen wollte, muss für sechs Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Das Urteil müsste in seiner Abwesenheit verkündet werden. Der Deutschkurde, der seit der Aufhebung des ersten Urteils durch den Bundesgerichtshof auf freiem Fuß war, ist auf der Flucht. Er entfernte sich in einer Sitzungspause vom Gerichtsgebäude und kehrte nicht wieder zurück.

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